„Der Weltraum. Unendliche Weiten.“ Mit Teleskop und Kamera versucht Ullrich Dittler, die Schönheit und Faszination der Gestirne am Himmel einzufangen. Im Schwarzwaldhaus der Sinne ist bis zum 12. Januar 2020 unter dem Titel „Blick in den Sternenhimmel“ eine Fotoausstellung mit einigen Bildern Ullrich Dittlers zu sehen. Angefangen habe es mit einem einfachen Kaufhaus-Teleskop, das er als Jugendlicher geschenkt bekam, berichtete Ullrich Dittler bei der Eröffnung der Fotoausstellung. Das Umland von Frankfurt mit seiner Lichtverschmutzung und eher dunstiger Luft bot nicht gerade optimale Voraussetzungen für die Himmelsbeobachtung.

Mond hat es ihn besonders angetan

Doch der junge Dittler war fasziniert von den Himmelskörpern. Der Mond, der jeden Tag wieder anders aussieht, hat es Ullrich Dittler bis heute angetan. Ein Schlüsselerlebnis war die erste Beobachtung der Saturn-Ringe. Während Ausbildung und der ersten Berufsjahre ruhte das Hobby. Bei einem Arbeitskollegen sah er dann ein Teleskop und fing wieder Feuer für die Astronomie. „Ich schaffte mir mein erstes richtiges Teleskop an“, berichtete Dittler. Stunden verbrachte er nächtens mit seiner Ausrüstung auf der Terrasse in seiner neuen Heimat Furtwangen.

Observatorium im Garten

Dittlers Frau bekam schließlich so etwas wie Mitleid mit ihrem Mann, der dick vermummt, besonders in klaren kalten Winternächten, draußen saß. Sie schlug die Einrichtung eines kleinen Observatoriums im Zuge der Gartengestaltung vor. „Da habe ich nicht abgelehnt“, bekannte Ullrich Dittler schmunzelnd. Der kleine Kuppelbau sorgte zunächst für viel Gesprächsstoff im Ort. Inzwischen ist die kleine Sternwarte in ein etwas größeres Gartenhaus eingezogen. Der technische Aufwand, besonders für die Deep-sky-Aufnahmen, ist recht hoch. „Für die Strichspuraufnahmen genügen eine gute Kamera, ein lichtstarkes Objektiv und ein Stativ“, erläuterte Ullrich Dittler den Besuchern bei der Eröffnung der Fotoausstellung. Für die Deep-sky-Fotografie ist neben entsprechend angepasster Teleskope auch das entsprechende Rechnerpotential notwendig. Speicherchips der Kamera müssen bei den (stunden-)langen Belichtungszeiten gekühlt, Rechner und Objektive in kalten Nächten etwas gewärmt werden.

Mehr als eine Beobachtung durchs Teleskop

Doch Dank viel Geduld und technischem Aufwand entstehen faszinierende Bilder aus den Tiefen des Weltraumes. „Mit der Astrofotografie kann ich Dinge sichtbar machen, die man mit unbewaffnetem Auge, aber auch in der reinen Beobachtung durchs Teleskop, nicht sehen kann“, erläutert Ullrich Dittler. Mit Hilfe der digitalen Bildbearbeitung oder Farbfiltern können Gaswolken oder Sternstaubwolken sichtbar gemacht werden. „Ob das dann aber schlussendlich der sogenannten Wirklichkeit entspricht, ist nicht klar“ so Dittler. Für Ullrich Dittler ist aber eines klar: „Es ist das schönste Hobby, das man haben kann!“