42 Jahre lang war Ulrich Egge hauptberuflich und ehrenamtlich für das DRK tätig, seit 1989 leitete er die Rettungswache in St. Blasien. Am Dienstag nun wurde Egge vom Vorsitzenden des Kreisverbandes Freiburg des DRK, Jochen Hilpert, und langjährigen Weggefährten in den Ruhestand verabschiedet. Hilpert zeichnete Egge zudem mit der Rettungsdienstmedaille aus.

Einstellung im Jahr 1976

„Das Rote Kreuz St. Blasien heißt Uli Egge“, hatte einst ein St. Blasier gesagt. Recht hat er damit, wie die Weggefährten Egges aufzeigten. Hilpert ließ den Werdegang Egges beim DRK Revue passieren und startete seine Rückblick mit dem Bewerbungsschreiben, aufgrund dessen der gelernte KFZ-Mechaniker 1976 als Rettungssanitäter und Kraftfahrer eingestellt wurde.

Seit 1989 Rettungsdienstleiter

Seit 1989 leitete Egge die Rettungswache in St. Blasien und wurde 1993 Rettungswachenleiter mit Stützpunkt Bonndorf. Neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit engagierte sich Egge auch ehrenamtlich beim Ortsverein St. Blasien. Egge habe Hilfe geleistet nach dem Maß der Not, rund 75 000 Stunden hauptberuflichen Engagements seien zusammengekommen, hatte Hilpert ausgerechnet. Das Ehrenamt sei dabei nicht eingerechnet, sagte er. Für seine besondere Leistung im Dienste des DRK übergab Hilpert dem scheidenden Rettungswachenleiter die Ehrendienstmedaille.

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Er habe immer wieder den Arbeitgeber gewechselt, nicht aber den Arbeitsplatz, sagte der Geehrte angesichts der Umstrukturierungen im DRK, aufgrund deren er Angestellter beim Ortsverein, dem Kreis- und Landesverband gewesen sei. Egges Dank galt der, wie er sagte, kollegialen und konstruktiven Zusammenarbeit mit den anderen Blaulichtorganisationen.

Urgestein des Roten Kreuzes

Als „Urgesteine des Roten Kreuzes“ bezeichnete der Neustädter Rettungsdienstleiter Siegbert Michelmichel Egge und seine Ehefrau Eva, die sich ebenfalls seit langem im DRK engagiert. Egge sei Ansprechpartner über die Dienstzeit hinaus gewesen, an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr. „Ich ziehe meinen nicht vorhandenen Hut vor dieser Leistung“, so Michelmichel.

Immer ein offenes Ohr

Hanskarl Link als Vertreter der St. Blasier Wehr lobe die hervorragende Zusammenarbeit zwischen Freiwilliger Feuerwehr und DRK. Die Zusammenarbeit mit Egge, der immer wieder die Wehrmänner der Raumschaft in erster Hilfe geschult habe, sei immer eine Besonderheit gewesen. Auch der Leitende Notarzt Axel Frank hob die gute Zusammenarbeit hervor. „Als junger Notarzt habe ich mein Handwerk von Euch alten Säcken gelernt“, sagte er schmunzelnd an Egge gewandt. Immer ein offenes Ohr habe Egge gehabt, niemals habe es ein Nein gegeben, so Axel Schmidt (Bergwacht Bernau). Und Johannes-Bernhard Mayer erklärte, als er das erste Mal bei einem Notfall mit Egge zu tun gehabt habe, habe er sofort das Gefühl gehabt, dass jetzt alles gut werde.

Wer die Nachfolge Egges antreten wird, steht noch nicht fest, es gibt mehrere Bewerber für die Stelle. Aber eines steht bereits jetzt fest: Wer auch immer der Nachfolger Egges wird, er wird in große Fußstapfen treten.