„Häusliche Betreuung in der Altenhilfe in Höchenschwand“ – so lautete der Titel einer Fortbildungsreihe, die Mitglieder der Nachbarschaftshilfe Höchenschwand mit ihrer Vorsitzenden Anni Vogelbacher seit September besucht haben. Ihre Zertifikate haben die Teilnehmer erhalten. Am Schluss der 18 Veranstaltungen im evangelischen Gemeindesaal stand die Übergabe: Susanne Hartmann vom „Netzwerk Nachbarschaftshilfe“ in Freiburg überreichte die Zertifikate des von der AOK-Pflegekasse und der katholischen Landfrauenbewegung initiierten Kurses. Die insbesondere auf den ländlichen Raum zugeschnittene Fortbildungsreihe, soll Hilfen zur Selbsthilfe geben. Er richtet sich neben Familienangehörigen auch an Helferinnen und Helfer der Nachbarschaftshilfevereine. Ziel ist es, den Grundkenntnisse und praktische Erfahrungen für die Betreuung, Pflege und Umgang mit älteren Menschen zu vermitteln.

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Der Mensch im Alter, Anthropologische, soziale und theologische Aspekte, häusliche Krankenpflege, Kinästhetik, Sofortmaßnahmen in Notfallsituationen, Ernährung im Alter – viele Themen haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer seit September behandelt. Ferner gab es Informationen über soziale Einrichtungen und Dienste, sowie gesetzliche Möglichkeiten der Hilfe.

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In der Diskussion wurden insbesondere Fragen zu Tätigkeiten in der Abgrenzung zu den gesetzlichen, ambulanten Pflegeeinrichtungen gestellt. „Wir sind keine Konkurrenz zu den vom Gesetzgeber genannten Institutionen. Wir sollten uns daher auch nicht als kostengünstige Lösung in die Behandlungspflege einbinden lassen“, sagte Hartmann. Anni Vogelbacher lobte in ihrem Fazit insbesondere die vier Abende mit Ulrike Stich von der Sozialstation St. Blasien sowie weitere Stunden mit einem Vertreter des DRK St. Blasien und der Ärztin Irena Drobach.

Aufgaben des ambulanten Pflegedienstes

Auch Vogelbacher stellte klar, dass die Mitarbeiter der Nachbarschaftshilfe Höchenschwand keine Tätigkeiten aus der „Behandlungspflege“ wie Verabreichen von Medikamenten, Verbändewechsel oder Ähnliches übernehmen werden. Dafür gebe es die ambulanten Pflegedienste. Für sie seien aber auch die Hinweise aus der „Kinästhetik“ hilfreich gewesen, die beispielsweise Aussagen zur richtigen Unterstützung beim Aufstehen aus einem Rollstuhl gäben. „Meine Mutter war jahrelang im Rollstuhl und ich habe da bestimmt einiges falsch gemacht, sagte Anni Vogelbacher. Am Ende der Veranstaltung freuten sich 15 Mitglieder des Teams der Nachbarschaftshilfe Höchenschwand über die Zertifizierungsbescheinigung. Für drei weitere Teilnehmer werden die Zertifikate durch Anni Vogelbacher ausgehändigt.