Startklar als Anstalt des öffentlichen Rechts, in neuen Strukturen zuständig für den Staatswald in Baden-Württemberg, ist Forst BW. Am Mittwoch begrüßte Thomas Emmerich, Leiter des Forstbezirkes Südschwarzwald, seine Mitarbeiter im Haus des Gastes, in dem der Forstbezirk Räumlichkeiten bezogen hat. Informationen über die Organisation von ForstBW, des Forstbezirkes und gegenseitiges Kennenlernen standen auf dem Programm.

Begrüßungsveranstaltungen in 21 Forstbezirken

„Heute wird nicht gearbeitet“, hatte der Vorstandsvorsitzende von ForstBW, Max Reger, mitteilen lassen. Denn am Mittwoch standen in allen 21 Forstbezirken des Landes Begrüßungsveranstaltungen an. So auch in St. Blasien, wo der Forstbezirk Südschwarzwald seinen Sitz hat. Emmerich zeigte die Strukturen des neuen Unternehmens Forst BW mit der Zentrale in Tübingen, dem Vorstandsvorsitzenden Reger, einem Aufsichts- und einem Beirat auf. 21 Forstbezirke gibt es im Land, der Forstbezirk Südschwarzwald mit rund 14.000 Hektar erstreckt sich vom Feldberg bis an den Rhein bei Jestetten und gliedert sich in zehn Forstreviere.

Forstbezirk zählt rund 80 Beschäftigte

Neben den Revierförstern sind rund 40 Forstwirte für die Bewirtschaftung des Waldes zuständig, am Hauptstützpunkt verstärken drei Ausbilder und zehn Auszubildende das Team des Forstbezirkes. Einschließlich der Mitarbeiter in der Verwaltung zählt der Forstbezirk rund 80 Beschäftigte. Aufregende Jahre, ausgelöst durch das Kartellverfahren, lägen hinter dem Forst, sagte Bürgermeister Adrian Probst. Was den Stammsitz des Forstbezirkes Südschwarzald in St. Blasien betreffe, komme zusammen, was zusammen gehöre, fuhr der Rathauschef fort.

Vorfreude auf gemeinsamen Weg

Für seine Einschätzung nannte er neben geschichtlichen auch ganz praktische Gründe. Im Hochschwarzwald sei Holz von je her ein großes Thema und von besonderer Bedeutung für die Bevölkerung, aber auch für die Kultur, wie sich unter anderem am Holzbildhauersymposium zeige. Zwei Punkte seien ihm sehr wichtig, fuhr Bürgermeister Probst fort. Zu einen die Erholungsfunktion des Waldes, denn St. Blasien sei eine Tourismusgemeinde.

Zum anderen hoffe er, dass sich die Mitarbeiter des Forstbezirkes in St. Blasien wohlfühlten. Der Rathauschef sicherte die volle Unterstützung der Gemeinde zu, „ich freue mich auf den gemeinsamen Weg“, sagte er. Emmerich nahm das Stichwort Erholungsfunktion des Waldes auf. Man werde das Unternehmen ForstBW nicht eiskalt führen, vielmehr übernehme man im Staatswald Verantwortung auch für Erholung und Naturschutz, betonte er. Soziale Belange spielten ebenfalls eine große Rolle, fuhr er fort.

Vor großen Aufgaben

Vieles soll im Forstbezirk in der kommenden Zeit in Angriff genommen werden. Als Beispiele nannte Emmerich die Minimierung des Borkenkäferanfalls, die Wiederbestockung der Kahlflächen, die Sicherstellung der tannenreichen Bergmischwälder durch intensive Bejagung, das Halten des hohen Nadelholzanteils, die Sicherung des Nachwuchses an Forstwirten und den Arbeitsschutz. Nach einer Vorstellung der Mitarbeiter in der Verwaltung sowie der Revierleiter und ihrer Mitarbeiter versammelte man sich vor dem Dom zu einem Gruppenfoto, nach dem die Jagdhornbläser die Stadt musikalisch begrüßen. In der Folge stand neben der Besichtigung der Räumlichkeiten im Obergeschoss des Hauses des Gastes ein gemütliches Beisammensein an.