Auch wenn der Himmel sich etwas verhangen zeigte, zog das Finale des Bildhauersymposiums am Wochenende wieder zahlreiche Besucher aus nah und fern an. Mit der Versteigerung der in der Woche entstandenen Skulpturen, einem Kunsthandwerkermarkt, geöffneten Geschäften, dem kulinarischen Dorf auf dem Domplatz, Musik und mehreren Kreativangeboten für Groß und Klein war in der Stadt für jeden etwas geboten.

Die Kunstwerkstatt des Kollegs St. Blasien lud auch diesmal wieder zu kreativer Betätigung ein.
Die Kunstwerkstatt des Kollegs St. Blasien lud auch diesmal wieder zu kreativer Betätigung ein. | Bild: Claudia Renk

Die erste Auktion fand in diesem Jahr ausnahmsweise schon am Samstag statt: Beim Kreativprogramm des Kunst.Werk St. Blasien war ein gemeinsam gemaltes Bild entstanden, das zu Gunsten eines Kindergartens und der Bergwacht versteigert werden sollte.

Rudi Bauer versteigert das Gemeinschaftsbild von Kunst.Werk für einen guten Zweck.
Rudi Bauer versteigert das Gemeinschaftsbild von Kunst.Werk für einen guten Zweck. | Bild: Claudia Renk

Und da Kunst.Werk-Inhaber Peter Döring die Versteigerung nicht übernehmen konnte, sprang Rudi Bauer ein, seit Jahren als Auktionator der Skulpturen am Sonntag. Von diesem Amt machte er in diesem Jahr eine Pause, für den guten Zweck holte er aber per Englischer Versteigerung (jeder Bieter zahlt die jeweilige Differenz zum vorigen Gebot) 445 Euro für das Gemälde.

Bei der Versteigerung der Kunstwerke (von links): Die künstlerische Leiterin Christel Steier, Moderator Hansy Vogt, Landrat Martin Kistler, Bürgermeister Adrian Probst und Bernd Ruderisch vom Werbe- und Aktivkreis.
Bei der Versteigerung der Kunstwerke (von links): Die künstlerische Leiterin Christel Steier, Moderator Hansy Vogt, Landrat Martin Kistler, Bürgermeister Adrian Probst und Bernd Ruderisch vom Werbe- und Aktivkreis. | Bild: Claudia Renk

Am Sonntag moderierte die Versteigerung der Sänger und Entertainer Hansy Vogt und sorgte für viel Gelächter auf dem gut gefüllten Domplatz. Die Gebote begannen wie im vergangenen Jahr bei 1300 Euro, und einige Glückliche konnten ihr Wunschkunstwerk auch schon für diesen Betrag mitnehmen.

Hansy Vogt (rechts) mit dem neuen Eigentümer einer Skulptur.
Hansy Vogt (rechts) mit dem neuen Eigentümer einer Skulptur. | Bild: Claudia Renk

Bei anderen Skulpturen kam es zu regelrechten Bieterkrimis, „Rettet den König“ von Susanne Paucker erzielte mit 3100 Euro die höchste Summe. Insgesamt vier Werke bleiben der Stadt St. Blasien erhalten, drei davon werden öffentlich zu sehen sein.

Landrat Martin Kistler und Bürgermeister Adrian Probst sägen gemeinsam einen Stuhl aus einem Baumstamm. Christel Steier, künstlerische Leiterin des Bildhauersymposiums, gibt Hilfestellung, Bernd Ruderisch vom Werbe- und Aktivkreis kommentiert.
Landrat Martin Kistler und Bürgermeister Adrian Probst sägen gemeinsam einen Stuhl aus einem Baumstamm. Christel Steier, künstlerische Leiterin des Bildhauersymposiums, gibt Hilfestellung, Bernd Ruderisch vom Werbe- und Aktivkreis kommentiert. | Bild: Claudia Renk

Nummer vier ist der Stuhl, den Bürgermeister Adrian Probst gemeinsam mit Landrat Martin Kistler am Sonntagmittag aus einem einzigen Stamm sägte. Da sich kein Käufer fand, verrieten die beiden Moderator Hansy Vogt gutgelaunt, sie müssten noch knobeln, wessen Büro das ungewöhnliche Möbel künftig zieren dürfe.

Ministranten vor dem Dom: Die Skulptur "Hochamt" von Reinhard Osiander.
Ministranten vor dem Dom: Die Skulptur "Hochamt" von Reinhard Osiander. | Bild: Claudia Renk

Wer bei der Versteigerung kein Geld loswerden konnte, der fand beim Kunsthandwerkermarkt in der Haupt- und Todtmooserstraße sowie in den geöffneten Geschäften der Stadt reichliche Möglichkeiten zum Shoppen.

Die Skulptur "L’Observateur" des Schweizer Künstlerpaares Pialeto blickte am Tage noch aufmerksam über den Platz.
Vorher – Nacher: die Skulptur L’Observateur des Schweizer Künstlerpaares Pialeto blickte am Tage aufmerksam über den Platz. Bei der Feuerperformance (Bild unten rechts) am Samstagabend ging sie dann spektakulär in Flammen auf. | Bild: Claudia Renk

Bereits am Samstagabend fand auf dem Domplatz einer der Höhepunkte des Wochenendes statt: das Künstlerpaar Pialeto setzte seine Feuerskulptur in Brand. Abgesehen vom Feuerwerk und den imposanten Flammen freuten sich viele Besucher auch über die Wärme, die das Feuer noch lange nach dem Spektakel abgab. Denn auf dem Domplatz war es am Abend doch reichlich frisch.

So sieht die fertige Skulptur "Nach dem Bade" von Sarah Hillebrecht aus.
So sieht die fertige Skulptur "Nach dem Bade" von Sarah Hillebrecht aus. | Bild: Claudia Renk

Allerdings boten Unit 5 bereits ab dem Nachmittag rockige Musik, zu der sich die Besucher warmtanzen konnten. Junge Gäste hatten zudem die Möglichkeit, bei der Kunstwerkstatt des Kollegs beim Malen und Schnitzen kreativ den Blutdruck nach oben zu treiben.

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