St. Blasien Die Stadt St. Blasien muss 2018 Geld für Felssicherung, Schulsanierung und Feuerwehr ausgeben

Der Gemeinderat St. Blasien steigt in die Vorberatungen des Haushalts 2018 ein. Größte Posten sind dabei das neue Löschfahrzeug für die Feuerwehr und die Bauarbeiten an der Fürstabt-Gerbert-Schule.

Einige „dicke Brocken“ kündigte Kämmerer Michael Spitz bei der Vorberatung des Haushalts für 2018 an. Außerdem nutzte er die Gelegenheit, dem Gemeinderat das neue kommunale Haushaltsrecht zu erläutern, das einige Änderungen mit sich bringt. Der Haushaltsplan 2018 ist der erste, der nach diesen Regeln aufgestellt wird. Beschlossen werden soll das Zahlenwerk am 23. Januar.

„Das wäre vor ein paar Jahren noch undenkbar gewesen, das aus eigener Kraft zu stemmen“, sagte Spitz zu den geplanten Investitionen und Ausgaben für das kommende Jahr. Unter anderem steht eine Sanierung des unteren Windbergfelsens auf dem Plan. Über den oberen, der vom Skiclub St. Blasien als Kletterfelsen genutzt wurde und für den der Forst verantwortlich ist, wurde schon öfter gesprochen. Aber auch der untere Felsen, für den die Stadt zuständig ist, ist brüchig und wurde in einem bereits erstellten Gutachten geprüft. Nötig wird seine Sanierung vor allem deshalb, weil das Haus Hirt in der Falllinie liegt und durch abbrechende Felsteile gefährdet werden könnte. „Die Maßnahme ist in der Durchführung höchst kompliziert, es muss erst mal ein Zugang hergestellt werden“, betonte Bürgermeister Adrian Probst. Unterhalb des Felsens liegen Privatgrundstücke, von der Straße ist er nicht zugänglich.

„Der Auftrag zu der Maßnahme entsteht nicht, um einen Kletterfelsen auf Vordermann zu bringen, sondern um ein Haus und Menschen zu sichern“, betonte Gemeinderat Thomas Mutter. Kämmerer Michael Spitz war ursprünglich davon ausgegangen, dass die Arbeiten noch im laufenden Jahr stattfinden werden. Da Haushaltsreste nach dem neuen Recht nicht mehr übertragen werden dürfen, werden die Mittel dafür nun erneut eingestellt.

Eine weitere große Investition ist der geplante Ersatz eines Feuerwehrlöschfahrzeuges. Insgesamt rund 372 000 Euro soll das neue Gefährt kosten, rund 90 000 Euro für das Grundgerüst sind bereits bezahlt. Von den verbleibenden 280 000 Euro werden 90 000 Euro durch Zuschüsse abgedeckt, den Rest trägt die Stadt. Auch der Brandschutz an der Fürstabt-Gerbert-Schule steht für 2018 auf dem Plan. Die Arbeiten sollten bereits in diesem Jahr beginnen, aber es habe sich kein Handwerker gefunden, erläuterte Michael Spitz. Zusammen mit der Verlegung von EDV-Kabeln in allen Räumen sind 210 000 Euro dafür im Haushalt veranschlagt (110 000 davon für Brandschutz). „Wenn die Decken schon auf sind, machen wir die Kabelverlegung gleich mit“, erläuterte er. Außerdem sind noch zahlreiche weitere Arbeiten an der Schule geplant, etwa der Anschluss an die Nahwärme. 132 600 Euro sind für Grund- und Werkrealschule veranschlagt, für die Realschule ist eine Summe im beantragten Zuschuss für die ehemalige Wirtschaftsschule enthalten. Auch 405 000 Euro für die Domfestspiele und zwei Millionen Euro für den Breitbandausbau stehen an, jeweils abgepuffert durch Zuschüsse und geplante Einnahmen.

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