Laut Daniel Charlton, Geschäftsführer der BDH-Kliniken in Waldkirch und Elzach, soll die Lungenfachklinik als IMC-Station (Intermediate Care – Bindeglied zwischen Intensiv- und Normalstation) in jene Station in Waldkirch einziehen, die seit 2018 geschlossen ist und derzeit von Grund auf saniert wird. Die Mitarbeiter in St. Blasien und am Waldkircher Krankenhaus erfuhren diese Woche von der Absicht. Die bislang in St. Blasien ansässige Lungenfachklinik soll in Waldkirch quasi als „Betrieb im Betrieb“ geführt werden, aber unter Geschäftsführung von Daniel Charlton und Nutzung von Synergien, wie gemeinsamer Verwaltung, CT, Röntgen und anderem.

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Aktuell werden in Deutschlands höchstgelegene Lungenfachklinik in St. Blasien internistisch-pneumologische sowie allergologische Erkrankungen behandelt. Dafür stehen 60 Betten einschließlich einer Infektionsabteilung und einer modernen Intensivstation zur Beatmung und Weaningtherapie (Entwöhnung von Langzeitbeatmung) zur Verfügung. In St. Blasien sollen nur einzelne Bestandteile verbleiben, so zum Beispiel die Schlafmedizin (sechs Betten), aber nicht im bisherigen Gebäude, sondern in einem aktuell geplanten Ärztezentrum. „Wir bieten jedem Mitarbeiter der Klinik in St. Blasien eine Übernahme in unsere BDH-Kliniken nach Waldkirch oder Elzach an“, sagt Charlton. Rund 100 Mitarbeiter gebe es, Charlton rechnet aber damit, dass sich ein hoher Anteil aufgrund der Entfernung eher in Richtung anderer Krankenhäuser orientieren wird. Die Gespräche zu den Übernahmen hätten bereits begonnen.

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Charlton würde sich freuen, wenn die fachliche Expertise der Lungenfachklinik „das Behandlungsspektrum an unserem Krankenhaus“ ergänzen und erweitern kann. Das „stärkt in enger partnerschaftlicher Zusammenarbeit unsere gemeinsame Leistungsfähigkeit“. Die BDH-Klinik Waldkirch werde zudem weiterhin eine qualitativ hochwertige chirurgische und internistische Versorgung der Bevölkerung erbringen. Charlton verspricht sich von der Erweiterung des gemeinsamen Leistungsportfolios eine Steigerung der Attraktivität des Waldkircher Standortes und eine Sicherung der Zukunft der regionalen Krankenhausversorgung. Im Ministerium in Stuttgart stehe man dem Vorhaben positiv gegenüber, sagte Charlton. Die hochspezialisierte Ausstattung der Pneumologie, für Diagnostik und Behandlung, soll den Weg im Umzugsauto nach Waldkirch antreten, das weitere Mobiliar, wie Betten und ähnliches, dagegen wohl eher nicht, sagte Daniel Charlton. Am 1. April 2020 ist es genau ein Jahr her, dass der BDH das Waldkircher Krankenhaus mit hohen Defiziten vom Regionalverbund Kirchlicher Krankenhäuser übernahm. Man komme voran, sagt Charlton.