Die Feuerwehr St. Blasien soll einen hauptamtlichen Gerätewart erhalten. Das hat der Gemeinderat am Dienstag beschlossen. Die Stelle soll möglichst bis zum Sommer ausgeschrieben werden, davor müssen noch Fragen geklärt und die Voraussetzungen geschaffen werden.

Arbeit sorgt für Sicherheit

Für die Geräte und alle sonstigen Ausrüstungsgegenstände der Feuerwehr gibt es festgelegte Prüfungs- und Wartungsintervalle, erläuterte der Kommandant der Feuerwehr St. Blasien, Frank Bercher, den Gemeinderäten. Diese Arbeiten müsse ein sachkundiger Gerätewart erledigen und auch dokumentieren. Es gehe dabei um die Sicherheit der zu rettenden Menschen und der Einsatzkräfte, aber auch um mögliche Haftungsansprüche oder gar Straftatbestände.

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Der Gerätewart, das ist schnell klar, trägt Verantwortung. Aber die Bereitschaft, die Funktion ehrenamtlich zu übernehmen, habe „signifikant nachgelassen“. Als Gründe nannte Bercher den hohen Arbeitsaufwand, den Beruf der Feuerwehrleute, deren Ausbildung oder die Familie. Derzeit stehe der Feuerwehr St. Blasien zum Beispiel nur ein Atemschutz-Gerätewart zur Verfügung, der zweite habe aus beruflichen Gründen aufgehört. Und einen Nachfolger könne man nicht finden.

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Das Kommando der Feuerwehr hatte sich die Mühe gemacht, alle Arbeiten, die in den Arbeitsbereich eines Gerätewartes fallen, und die dafür benötigte Zeit aufzulisten: Für gesetzlich vorgeschriebene Prüfungen sind die Ehrenamtlichen jährlich rund 1168 Stunden im Gerätehaus, insgesamt kommen rund 2731 Stunden zusammen. Darüber hinaus müssten „fast alle Gerätschaften zusätzlich nach Übungen und Einsätzen erneut gewartet, geprüft und dokumentiert werden“, erläuterte Frank Bercher. Lege man offizielle Angaben zur Arbeitszeit im öffentlichen Dienst zu Grunde müssten neben einem hauptamtlichen Gerätewart (Vollzeitkraft bei 39-Stunden-Woche: 1570 Arbeitsstunden im Jahr) rund 1161 Stunden weiterhin ehrenamtlich geleistet werden.

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Für die Gemeinderäte und die Verwaltung war die Notwendigkeit, diese Stelle zu schaffen, schnell klar. Man müsse nun den Stellenplan entsprechend ändern. Außerdem soll festgehalten werden, dass die Person nur als Gerätewart eingestellt werde, zu Einsätzen aber als ehrenamtliches Feuerwehrmitglied ausrücke. Die Suche nach einer geeigneten Person werde schwierig, sagten Bercher und Bürgermeister Adrian Probst. Die Stelle soll möglichst bald ausgeschrieben werden.