St. Blasien Der Jugendraum im Haus Bourgin nimmt Gestalt an

Eine Spendenaktion startet zugunsten des Jugendraums, um weitere Baumaßnahmen finanzieren zu können. Bis zur Eröffnung im Frühjahr soll noch viel geschehen.

Die Sitzecke steht am richtigen Platz, der Billardtisch lädt zum Spielen ein und auch die Bar wartet auf die zukünftigen Besucher – im Jugendraum im Haus Bourgin ist schon viel passiert, aber bis zur offiziellen Eröffnung im Frühjahr bleibe noch viel zu tun, sagen die Jugendlichen Sarah Alfänger, Benjamin Gantert, Michelle Hoff und Johanna Rupp, die zusammen mit Arthur Steinmetz das Kernteam bilden.

„Wir reden, spielen, hören Musik und machen auch immer etwas“, sagen die Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter zwischen 17 und 20 Jahren. Den Boden im großen Raum haben sie bereits abgeschliffen, eine kleine Musikanlage steht auch zur Verfügung. Im Moment besuchen nur Freunde der Teammitglieder den Jugendraum, erzählen sie. Denn bis er allgemein geöffnet wird, soll noch einiges erledigt werden: Ein Durchbruch zu einem kleineren Nebenzimmer soll für noch mehr Platz sorgen, erklärt Benjamin Gantert, der zusammen mit Sarah Alfänger das eigentliche Leitungsteam bildet. Dort sei dann auch Platz für einen Tischkicker. Die Arbeiten selbst werden die Jugendlichen unter fachlicher Aufsicht selbst erledigen. Der Gemeinderat habe dem Projekt bereits zugestimmt, sagen die Jugendlichen.

Dort sei vor allem der Einsatz von Muskelkraft gefordert, wissen sie. Bei weiteren Vorhaben ist das Jugendraumteam sllerdings auf Spenden angewiesen: Im großen Raum wollen sie einen PVC-Bodenbelag verlegen und auch eine ordentliche Musikanlage steht in ihrem Investitionsplan. Dafür wollen sie einen Spendenbrief verfassen und dann Banken und Unternehmen ansprechen. Auf die Spendenaktion wollen sie aber auch möglichst viele Bürger aufmerksam machen, in der Hoffnung, dass auf dem Konto der Stadt (Stichwort: „Jugendraum“) viele Beträge eingehen. Beim Verlegen des Bodens sei dann wieder die Eigenleistung gefordert – wobei die Eltern auch schon ihre Unterstützung zugesagt hätten.

Wie der Jugendraum mit Leben gefüllt werden soll, hat sich die Gruppe schon überlegt. Billard- oder Kickerturniere könnte es beispielsweise geben, um den Raum bekannt und attraktiv zu machen. Allerdings könne das Team nicht an jedem Wochenende eine Veranstaltung planen, sagt Sarah Alfänger. Bei besonderen Anlässen könnten sie sich auf die Mithilfe von Freunden verlassen und an normalen Öffnungstagen sollen immer zwei Mitglieder anwesend sein. Mit der Einrichtung des Raums und der Planung von Veranstaltungen ist es aber noch nicht getan. Für die Öffnungstage muss auch eingekauft werden – die Getränke sollen so verkauft werden, dass ein wenig Geld für weitere Ausgaben übrig bleibt.

Der Jugendraum solle für alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen offen sein, sagen Alfänger und Gantert. Die Integration von Zugezogenen und Geflüchteten sei dabei für sie selbstverständlich. Sie müssten eben auf alle Jugendlichen zugehen und das Angebot überall bekannt machen.

Auch kleinere Kinder, die eigentlich noch keinen Zugang zum offenen Jugendtreff (ab 14 Jahre) haben, will das Team ansprechen. Sie stellen sich beipielsweise vor, Spielenachmittage anzubieten oder die Küche für Backnachmittage zu nutzen. Auf diese Weise könnten sie auch Jüngere bereits an den Besuch des Jugendraums heranführen, die vielleicht irgendwann einmal die Verantwortung dafür übernehmen könnten.

Die Gruppe will sich selbstständig um den Raum kümmern. Dabei fühlt sie sich gut vom Gemeinderat, den Eltern und von Bürgermeister Adrian Probst unterstützt. Mit ihm wollen sie sich regelmäßig treffen, um Ideen und Vorhaben auszutauschen sowie sonstige Fragen zu klären.

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