Das Ziel ist erreicht: Der DRK-Ortsverein St. Blasien hat ein neues Mannschaftstransportfahrzeug gekauft. 46 500 Euro hat der Verein investiert, rund die Hälfte des Betrages hat er mit Hilfe von Spenden aufgebracht, die andere Hälfte des Kaufpreises finanzierte das DRK selbst. Geweiht wurde das Fahrzeug am Sonntag am Rande des Kurparkfestes.

Das Vorgängerfahrzeug war in die Jahre gekommen und der TÜV hätte wohl bald die Reißleine gezogen, vermutet Bereitschaftsleiter Matthias Albiez. Im November 2017 hatte der Vorstand die Spendenaktion für ein neues Mannschaftsfahrzeug in der Hauptversammlung vorgestellt, kurz darauf wurden Spendenbriefe an einen breiten Verteiler verschickt. Etliche Unternehmen, Ärzte, Einzelpersonen, vier Kommunen, Vereine und sonstige Förderer steuerten daraufhin einen Geldbetrag bei, berichtet Gerhard Albiez.

Mit Allrad zum Einsatzort

Um ausreichend Platz für Menschen und Material zu haben, suchten die Ehrenamtlichen nach einem VW-Bus mit langem Radstand. Um bei jedem Wetter und in jeder Jahreszeit zum Einsatzort gelangen zu können, sollte es auch ein Allradfahrzeug sein. Die Kombination sei selten und teuer, sagt Bereitschaftsleiter Matthias Albiez. Aber schließlich habe man ein gebrauchtes Fahrzeug gefunden, das bis dahin lediglich 62 500 Kilometer gefahren war.

In einem Autohaus in der Region ließ der Ortsverein das neue Mannschaftsfahrzeug passend für die eigenen Bedürfnisse ausrüsten: Eine Funkanlage wurde eingebaut und auch eine Signalanlage (Blaulicht und Martinshorn) steht zur Verfügung. Materialboxen im Kofferraum können bei Bedarf einfach entfernt werden, damit beispielsweise Notbetten oder auch der Einkauf für die Blutspendeaktionen transportiert werden können.

Das Fahrzeug, dass dank vieler Unterstützer aus der Region gekauft wurde, wird immer dann zum Einsatz kommen, wenn viele Helfer des DRK St. Blasien benötigt werden – also zum Beispiel beim Sanitätsdienst bei großen Veranstaltungen in St. Blasien und benachbarten Gemeinden.

Aber auch Gerhard Albiez, der im Kriseninterventionsteam des Landkreises mitarbeitet, hat schon das Vorgängerfahrzeug genutzt. Die Ehrenamtlichen dieses Teams werden nach Alarmierung durch die Leitstelle immer dann eingesetzt, wenn sich Menschen in einer akuten Krisensituation befinden. Es sei gut, wenn er als Mitglied auf das Fahrzeug des Ortsvereins zurückgreifen könne, sagt Albiez. Und dann könne die Leitstelle auch mal die Fahrt mit Sondersignal erlauben, damit die ehrenamtlichen Helfer freie Fahrt zu ihrem Einsatzort in St. Blasien oder dem Umland erhalten.

Als Vertreter der katholischen und der evangelischen Kirchengemeinde weihten nun Pater Wolfgang Bauer und Prädikant Wolfram Uhrig das Auto, das bereits seit rund einem Monat im Einsatz ist.