Die neue Lungenkrankheit hat jetzt einen Namen: „Covid-19“. Die chinesische Millionenstadt Wuhan, von wo aus sich das Coronavirus ausgebreitet hat, ist seit mehreren Wochen von der Außenwelt abgeschottet. Hat die neue Krankheit Auswirkungen auf das Kolleg St. Blasien, das enge Beziehungen nach China pflegt und 33 chinesische Schüler beherbergt? Beobachtet werde die Entwicklung, erhöhte Wachsamkeit herrsche aber nicht, heißt es.

Das könnte Sie auch interessieren

Mittlerweile ist die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen auf mehr als 50.000 angestiegen, über 1000 Menschen sind bereits an den Folgen der Krankheit gestorben. In Deutschland sind 14 Erkrankungsfälle registriert. Die Infizierten befinden sich in Quarantäne, werden überwacht und medizinisch versorgt. Das Auswärtige Amt rät von Reisen in die stark betroffene Provinz Hubei ab.

Isolierstation in der Schule

Das Kolleg St. Blasien besuchen derzeit 33 Schüler aus der Volksrepublik China. Aus der betroffenen Region selbst kommt kein Schüler. Die Heimreise in den bevorstehenden Fastnachtsferien möchte, aufgrund der wenigen freien Tage kein Schüler antreten, sie werden bei Freunden und Verwandten unterkommen, so Kollegsdirektor Pater Klaus Mertes. Erhöhte Wachsamkeit herrsche derzeit nicht am Kolleg. Die Schule wäre für den Ernstfall jedoch vorbereitet und ist ohnehin seit mehreren Jahren mit einer Isolierstation ausgestattet.

Das könnte Sie auch interessieren

Der Kollegsdirektor bezweifelt allerdings, dass sie aufgrund der mangelnden Ausstattung, in diesem Fall überhaupt zum Einsatz kommen würde. Weitere Maßnahmen habe die Kollegsleitung bisher noch nicht vorgenommen, sagte Mertes.

Auswirkungen auf das Schulleben

Auswirkungen auf das Schulleben des Kollegs hat die Lungenkrankheit aber dennoch: Die alljährliche Reise ins Reich der Mitte der Chinesisch lernenden Zehntklässler mussten die Verantwortlichen der Internatsschule aus naheliegende Gründen absagen. Die Sicherheit und der Schutz der Schüler hätten oberste Priorität, so Wolfgang Mayer, der am Kolleg für die Kommunikation verantwortlich ist. Ob die Reise, noch in diesem Schuljahr nachgeholt werden kann, sei zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar. Im nächsten Schuljahr könne sie für die heutigen Zehntklässler kaum stattfinden, da sich ein zweimonatiger Auslandsaufenthalt in der Kursstufe (elfte Klasse) nur schwer mit dem Lehrplan und dem nahenden Abitur vereinbaren lasse, erläuterte Pater Mertes.