St. Blasien Chancen entdecken: Berufsinfoabend in der Fürstabt-Gerbert-Schule in St. Blasien

Mit vielen Informationen und praktischen Vorführungen werben mehr als 20 Betriebe aus der Region um die Schüler beim Berufsinfoabend in der Fürstabt-Gerbert-Schule in St. Blasien.

St. Blasien – 15 Jahre und eine wahre Erfolgsgeschichte liegen hinter dem Berufsinformationsabend der Fürstabt-Gerbert-Schule, der am Mittwoch im Kurhaus in Menzenschwand stattfand. Mit vielen Informationen und praktischen Vorführungen warben mehr als 20 Betriebe aus der Region um die Schülerinnen und Schüler, die sich zu Betriebsbesichtigungen und Praktika anmelden konnten.

„Wir haben ganz klein angefangen, mit vier oder fünf Betrieben“, erinnert sich Schulleiterin Susanne Schwer, die den Berufsinformationsabend ins Leben gerufen hat. Anfangs sei sie zum Teil weggeschickt worden, wenn sie versuchten, Firmen zur Teilnahme zu gewinnen, heute könne sie gar nicht alle interessierten Betriebe unterbringen, erzählt sie.

„Das ist eine einzigartige Veranstaltung hier in der Region, mit dieser persönlichen Note“, lobt denn auch Henrik Schuler von Schmidts Markt in St. Blasien. Sein Betrieb war von Anfang an mit dabei, als der Abend noch in der Aula der Schule stattfand und die Betriebe sich in Klassenzimmern präsentierten. Auch die Kanzlei Büchele, die Rechtsanwalts- und Steuerfachangestellte ausbildet, ist von Anfang an dabei, ebenso die Firma Bauer Wohnfaszination, die in Höchenschwand und Bernau Produktdesigner, Schreiner, aber auch Kaufleute ausbildet, und das Hotel Albtalblick in Häusern. „Wir wollen die Hemmschwelle nehmen“, sagt Hubert Guffler. Die Gastronomie habe zum Teil ein schlechtes Image wegen der Arbeit am Abend und am Wochenende. Über den Berufsinfotage hätten sich aber im Laufe der Jahre schon einige Ausbildungsverhältnisse ergeben.

Die Auszubildenden im Schmidts Markte seien sogar zu 95 Prozent Schüler der Fürstabt-Gerbert-Schule, erzählt Henrik Schuler. Und einige von ihnen hat er gleich mitgebracht. Denn die Jugendlichen sollen sich nicht nur bei Ausbildungsleitern und Firmenchefs informieren, sondern direkt mit jungen Leuten sprechen, die gerade in der Ausbildung zum jeweiligen Beruf stecken oder sie erst kürzlich abgeschlossen haben. Und ausprobieren sollen sie am besten auch gleich etwas, etwa am Stand des Café Ell aus St. Blasien.

Bäckermeister und Mitinhaber Martin Huber hat Teig mitgebracht, mit dem die Jugendlichen üben können, Zöpfe zu flechten. „Alle im Handwerk wissen, wie wichtig es ist, dass man etwas ausprobiert“, sagt Huber, der seit sechs Jahren beim Berufsinfotag dabei ist. Direkt zu einem Ausbildungsverhältnis habe das zwar noch nicht geführt, aber das sei für ihn auch nicht ausschlaggebend.

Schließlich ist der Abend für die Betriebe auch eine Investition in die Zukunft. Denn die jungen Leute, die in die achte Klasse der Werkrealschule oder die neunte Klasse der Realschule gehen, haben noch ein bisschen Zeit, bis es ernst wird mit dem Thema Ausbildung. Aber, so hatte Susanne Schwer in ihrer Begrüßung betont, sie sollen sich jetzt schon intensiv mit ihren Talenten und Wünschen auseinandersetzen.

Dafür soll nicht allein der Abend sorgen, der für die Schüler eine Pflichtveranstaltung ist. Sie bekommen einen Zettel mit Fragen zur Berufserkundung an die Hand und ein Anmeldeformular zu Besichtigungen bei den teilnehmenden Betrieben.

Drei Betriebsbesichtigungen, so erklärt Susanne Schwer, soll jeder absolvieren, dazu ein Protokoll erstellen. Und das kann ganz schön abwechslungsreich werden, mit Berufen wie Schornsteinfeger, Bierbrauer, Berufen in der Pflege oder bei Betrieben wie den Schluchseewerken oder der Sparkasse.

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