St. Blasien Bürgermeisterwahl: Adrian Probst setzt sich klar mit 83,17 Prozent durch

Die Bürger von St. Blasien haben Adrian Probst am Sonntag zum Bürgermeister von St. Blasien gewählt. Der 28-Jährige erhielt 83,17 Prozent der Stimmen und setzte sich klar gegen seine vier Mitbewerber durch. Die Reaktionen auf die Wahl und wie es jetzt weiter geht, erfahren Sie hier.

Die Domstadt hat einen neuen Bürgermeister: Adrian Probst ist mit deutlichem Vorsprung auf die vier Mitbewerber am Sonntag gewählt worden: 83,17 Prozent (1314) der Stimmen entfielen auf ihn. 1588 der 2849 Wahlberechtigten haben insgesamt ihre Stimme abgegeben, die Wahlbeteiligung lag bei 55,74 Prozent. Viele Bürger und Funktionsträger haben ihm zu seiner Wahl gratuliert. Seinen Dienst will er im Oktober antreten.

Den Montag hat er sich freigenommen, am Dienstag werde er wieder in seinem Büro in Bühl sitzen und „normal“ arbeiten. Dennoch werden die kommenden Wochen aber vom bisherigen Büroalltag abweichen, denn jetzt werde er viele Gespräche führen müssen – mit St. Blasiens Bürgermeisterstellvertreter Thomas Mutter, mit Hauptamtsleiterin Sylvia Huber, mit den Mitarbeitern im Rathaus und im Bauhof sowie natürlich mit seinem derzeitigen Arbeitgeber. Eineinhalb Monate werden die Bürger noch warten müssen, denn er werde sein Amt im Oktober antreten, sagte Probst dieser Zeitung.

Adrian Probst (Mitte) ist mit deutlichem Vorsprung auf die vier weiteren Bewerber gewählt worden.
Adrian Probst (Mitte) ist mit deutlichem Vorsprung auf die vier weiteren Bewerber gewählt worden. | Bild: Sebastian Barthmes

Natürlich habe er schon Vorgespräche mit seinem Arbeitgeber geführt, jetzt müsse man aber genau sehen, wann er aus der Geschäftsstelle des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord ins Rathaus von St. Blasien wechselt.

Groß war das Interesse am Ergebnis der Bürgermeisterwahl: Gegen 19 Uhr trat Thomas Mutter beim Haus des Gastes ans Mikrofon. Die Wähler müssten nicht noch einmal wählen, sagte er, bevor er das eindeutige Ergebnis mitteilte. Unter großem Beifall kam der neu gewählte Bürgermeister aus der Menge nach vorne. „Ich weiß nicht, wie viele von Ihnen damit gerechnet haben, ich nicht. Ich bin überwältigt“, sagte der neue Bürgermeister und bedankte sich für die Unterstützung, die er während des Wahlkampfes von vielen Seiten erfahren habe, besonders von seiner Partnerin. Respekt und Anerkennung zollte er auch den Mitbewerbern, die, so Probst, einen ausgesprochen fairen Wahlkampf geführt haben. Zudem erinnerte er an den verstorbenen Bürgermeister Rainer Fritz und kündigte an, dessen Arbeit mit Demut weiterzuführen. Er habe nicht nur keine Rede vorbereitet, sondern auch keine Feier, schloss er, aber das Bier im benachbarten Klosterhof gehe an diesem Abend auf ihn.

1588 Wähler haben in einem der vier Wahllokale oder per Briefwahl ihre Stimme abgegeben.
1588 Wähler haben in einem der vier Wahllokale oder per Briefwahl ihre Stimme abgegeben. | Bild: Sebastian Barthmes

Landrat Martin Kistler gratulierte zum eindeutigen Wahlergebnis und sagte dem künftigen Bürgermeister seine Unterstützung zu. Die Stadt St. Blasien sei wichtig für die Region, einiges an Entwicklungen stehen an, daher sei es auch wichtig, dass das Amt des Bürgermeisters wieder gut besetzt sei.

Bürgermeister Michael Scharf aus Bonndorf gratulierte im Namen der Kollegen in der Region, die auch in den Kurpark gekommen waren. Ob er mit einem Ergebnis gleich im ersten Wahlgang gerechnet habe? „Klar, sonst wären wir nicht alle hier“, verwies er schmunzelnd auf die vielen anwesenden Gemeindeoberhäupter.

„Ich weiß schon, wie sich einer fühlt, der so jung ins Amt kommt“, sagte Felix Schreiner, Landtagsabgeordneter der CDU. „Manchmal bist Du uns auch auf den Keks gegangen“, erinnerte er sich lachend an die Beharrlichkeit, mit der Probst sich als Landesvorsitzender der Bergwacht, für deren Belange auch bei den Abgeordneten eingesetzt hatte. Angesichts der anstehenden Arbeit in St. Blasien überreichte er einen Bauarbeiterhelm.

Bei der Bürgermeisterwahl im September 2010 lag die Wahlbeteiligung bei 62 Prozent, Rainer Fritz wurde damals mit 80,5 Prozent der Stimmen ins Amt gewählt.

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