Das Jahr der Ökumene in St. Blasien begann auch in diesem Jahr mit dem vom Arbeitskreis Ökumene organisierten ökumenischen Gottesdienst am Sonntag im Dom und dem sich anschließenden Neujahrsempfang im Kursaal. Der Kursaal war gut gefüllt, als sich Seelsorgeleiter Pfarrer Jan Grzeszewski und danach Bürgermeister Adrian Probst mit viel Lob und Dank an die Gekommenen wandten. „Mit all dem was uns beschäftigt, mit den Ängsten, Sorgen und Problemen haben wir uns im Dom unter den Segen Gottes gestellt“, bekräftigte der Seelsorgeleiter. Nicht die Darstellung der einladenden Institutionen stünden hier bei diesem Neujahrsempfang im Vordergrund, sagte Bürgermeister Adrian Probst, sondern das Miteinander, das Füreinander und der Dialog.

Breitbandausbau und Kindergarten

„Ein erfrischendes mutmachendes Motto hat uns mit dem Psalm ’Suche Frieden und jage ihm nach’ im Gottesdienst begleitet“, fuhr er fort. Man würde vielem nachjagen, etwa dem Gelingen von Dingen. „Große Themen stehen in diesem Jahr an, so der Breitbandausbau, das Thema Kindergarten, was uns in diesem Jahr gemeinsam noch stärker zusammenbringen wird und auch das Thema Integration als Gemeinschaftsaufgabe“. „Wenn ich hier in die Reihe schaue, möchte ich ein weiteres Dankeschön sagen für die viele, vielfältige, intensive und mühevolle, unsichere und anstrengende Arbeit, denen wir alle uns gemeinsam in vielen Bereichen im vergangenen Jahr angenommen haben und auch sicherlich im neuen Jahr in der sozialen oder pastoralen Arbeit, in der Integration, aber auch anderen Tätigkeitsfeldern annehmen werden, in denen die Stadt nur ganz bedingt tätig werden kann, auf Grund der Rahmenbedingungen, auf Grund der Ressourcen, wo es die Gemeinschaft in unserer Gemeinde braucht, die hier versammelt dasteht“. Er fühle sich überall wohl und auch besonders in dieser Runde, betonte der Bürgermeister.

Gemeinsam am Strang ziehen

„Mögen wir dieses Jahresmotto tatsächlich begreifen, dass wir bei allem was auf uns zukommt, was uns ablenkt, gemeinsam an einem Strang ziehen werden“, wünschte er sich. „Dabei möchten wir als Stadtverwaltung gerne dazu beitragen. Ganz besonders auch der Gemeinderat, der sich zuerst mal bis Ende Mai auf der Zielgeraden ins Zeug legen wird und dann ab Juni, vielleicht in einer anderen Konstellation auch weiterhin einsetzen möchte“, schloss der Rathauschef.

Im Gottesdienst hatte sich die Predigt von Pfarrerin Renate Hartwig aus Waldshut auf die Jahreslosung und auf den von Bürgermeister Probst erwähnten Psalm konzentriert. Während einer Bildbetrachtung sagte sie, „dass wir dem Frieden nachjagen, der ein besonderer Frieden ist, weil er uns von Jesus Christus geschenkt wird, dass es aber eine mühsame Sache ist und als gemeinsame Jagd ökumenisch zusammenhält“. Zusammen mit Pfarrerin Hartwig hatte Pfarrer Josef Singer den Gottesdienst geleitet. Musikalisch umrahm wurde er vom Trompeter Stefan Nonnensen und Domorganistin Eiko Yoshimura.