Den Auftrag für das Geländer des neuen Ochsenstegs hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstagabend vergeben. Ende des Monats soll die neue Brücke zwischen Hauptstraße und Süßem Winkel begehbar sein.

Bei dem Bauwerk „verfolgt uns ein wenig der Pechvogel“, sagte Bürgermeister Adrian Probst, als er den Tagesordnungspunkt aufrief. Immer wieder habe es Verzögerungen gegeben, weil zum Beispiel der Untergrund im Vorfeld nicht bekannt war. Vom Rathaus aus könne man die Fortschritte genau mitverfolgen – den Baulärm bekomme man deutlich mit. Wenn dort gerade nichts läuft, sei das auch „sehr laut“ zu hören, sagte der Bürgermeister.

Dennoch sei der Zeitplan nicht in Gefahr, sei ihm zugesichert worden: Wenn das Technische Hilfswerk die Behelfsbrücke am 26. Oktober abbaut, könne der neue Ochsensteg wie angekündigt von den Fußgängern genutzt werden.

Ganz fertig wird das Bauwerk dann allerdings nicht sein: Als gelbe Brücke wird es in Betrieb gehen, da die Geländer bis dahin noch nicht fertig sein werden, wie die Verwaltung mitteilte.

Den Auftrag für deren Bau, Lieferung und Montage hat der Gemeinderat am Dienstag vergeben. Mehrere Unternehmen hatten ein Angebot abgegeben, allerdings habe es dabei „wieder ein kleines Pech“ gegeben, wie es Adrian Probst ausdrückte. Um ein Brückengeländer herzustellen, ist nach Auskunft des Bürgermeisters eine Zulassung notwendig. Die günstigste Bieterin hätte deshalb den Auftrag nicht annehmen können, weil dem Unternehmen jetzt erst aufgefallen sei, diese Zulassung nicht zu haben.

Nun hat das Unternehmen Ganzmann aus Häusern den Auftrag erhalten, dessen Angebot war auf dem zweiten Platz gelandet, jedoch nur unwesentlich teurer als das der günstigsten Bieterin.

Zwar könne das Geländer bis Ende Oktober nicht fertig sein, das bereits installierte provisorische Geländer erlaube aber die Eröffnung des Ochsensteges, sagte Bürgermeister Probst.

Gemeinderat Manfred Leber zeigte sich verwundert: Das Unternehmen, das wegen der fehlenden Zulassung nun nicht zum Zuge kommen konnte, habe doch bereits einmal im Auftrag der Stadt ein Brückengeländer hergestellt und montiert, sagte er. Das Angebot habe man wohl in dem Glauben abgegeben, eine solche Zulassung zu haben, sagte Probst, mehr wisse er darüber auch nicht.

Das Geländer des Ochsenstegs soll rund 18 600 Euro kosten.