Auch am zweiten Tag des Internationalen Bildhauersymposiums in St. Blasien spielte das Wetter mit, die Künstler konnten weiter an ihren Skulpturen arbeiten. Und auch die interessierten Einheimischen und Besucher hatten reichlich Gelegenheit, ihnen bei ihrer Arbeit über die Schulter zu schauen. Wir stellen heute zwei weitere teilnehmende Bildhauer vor.

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  • Maximilian Fließbach, genannt Marsilius, ist in diesem Jahr zum ersten Mal beim Bildhauersymposium in St. Blasien zu Gast. Der gebürtige Münchner ist, wie sein Ausbildungsweg und seine Arbeiten zeigen, in vielen Kunstformen zu Hause. Zunächst studierte er an der Kunstakademie Wien sowie in Hamburg Malerei und Grafik.
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In München schlossen sich danach Studien in Kunstgeschichte, Philosophie, Theatergeschichte, Opernregie und Bühnenbild an. Er lebt in Bichl-Benediktbeuern/Oberbayern und arbeitet frei in den Bereichen Malerei, Bildhauerei, Regie und Ausstattung.

„Hagia Sophia – Montranz“ heißt der Entwurf von Marsilius. Bilder: Künstler, kss
„Hagia Sophia – Montranz“ heißt der Entwurf von Marsilius. | Bild: Maximilian Fließbach genannt Marsilius

Unter anderem ist er verantwortlich für sämtliche künstlerischen Festserien des Hippodrom auf dem Münchner Oktoberfest und hat 2018 und auch in diesem Jahr den Sammelkrug der Wiesn-Wirte gestaltet. Und auch für das Cannstatter Volksfest hat Marsilius schon das Design für Sammlerkrüge, Seidentücher und mehr gestaltet.

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Außerdem sind seine Werke in Ausstellungen weltweit zu sehen gewesen. Gemeinsam mit Loriot wurde er 2004 als einer der wichtigsten Künstler der Region mit dem Kunstpreis des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen ausgezeichnet.

Maximilian Fließbach alias Marsilius schafft die Skulptur „Hagia Sophia Monstranz“.
Maximilian Fließbach alias Marsilius schafft die Skulptur „Hagia Sophia Monstranz“. | Bild: Maximilian Fließbach gen. Marsilius

„Hagia Sophia – Monstranz“ lautet der Titel der Skulptur, mit der Marsilius in St. Blasien zu Gast ist. „Anlass für die Arbeit ist eine Auseinandersetzung mit der Magna Mater, der Urmutter allen Seins, die in den verschiedensten Kulturen seit der frühen Antike wegen ihrer lebensspendenden Fruchtbarkeit verehrt wurd“, schreibt er zu seinem Entwurf. Die Hagia Sophia, die Heilige Weisheit, stehe ebenso wie viele andere Personifizierungen in der Nachfolge dieser Urmutter.

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  • Josef Briechle ist in St. Blasien ein alter Bekannter. Bereits zum achten Mal seit 2012 ist er in der Domstadt zu Gast. Im vergangenen Jahr etwa nahm er in seinem Entwurf „Silhouette“ architektonische Merkmale des Doms sowie das Hochwasser, das die Stadt im Januar 2018 heimsuchte, auf. Der Künstler, der in diesem Jahr seinen 80. Geburtstag feiern konnte, lebt und arbeitet in seiner Geburtsstadt Waldshut-Tiengen.
Mit dem „Wälder“ ist Josef Briechle in seinem achten Jahr in St. Blasien zu Gast.
Mit dem „Wälder“ ist Josef Briechle in seinem achten Jahr in St. Blasien zu Gast. | Bild: Josef Briechle

Zunächst führte er als Stuckateur–meister einen eigenen Betrieb, bevor er einen Abschluss an der Schule für Gestaltung Zürich ablegte und sich als freischaffender Künstler etablierte. Briechles Arbeiten wurden mehrfach mit Preisen ausgezeichnet, außerdem ist er als Organisator und Kurator zahlreicher Symposien und Ausstellungen bekannt. „Der Wälder“ lautet der Titel von Briechles diesjähriger Skulptur. „Der Stamm wird mit der Kettensäge strukturiert und mit in der Natur vorkommenden Farbtönen koloriert. Der in die Skulptur eingearbeitete dunkle Sockel verleiht der Arbeit einen bodenständigen, geerdeten Ausdruck“, schreibt er dazu.

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