Der Chor Let's Fetz reißt seine Zuhörer beim Benefizkonzert im Kursaal mit. Der Erlös der Veranstaltung geht an die Hochwassergeschädigten der Stadt.

In einem Wirbel brillanter Vokalfolgen zog der Chor Let’s Fetz aus Bonndorf seine Zuhörer beim Benefizkonzert im Kursaal. Im großen Publikum befanden sich auch Bürgermeister Adrian Probst und Gemeinderäte. Der A-cappella-Chor wollte mit seinem Auftritt spenden für die durch das Hochwasser geschädigten Menschen in der Stadt sammeln. Es ist nur ein sanftes Rauschen, als die mehr als 20 Sänger festlich gekleidet am Publikum vorbei zur Bühne marschieren. Mit ersten Lippenbekenntnissen formen sie „Radio“ von Severin Geissler und tragen das Werk bereits da schon geschickt ins Publikum. Gleichzeitig sind die Körper in Schwingung, die Schultern kreisen, die Finger schnippen.

Zu hören ist dann eine Klangfülle, die zwischen Jazz, Pop und Rock pendelt. Mit ihrem Gesang aus rauen, samtigen und glockenhellen Stimmen, gepaart mit lockeren, humorvollen Darbietungen finden die Sänger sofort die Verbindung zum Publikum. Ein ausgereiftes Programm wird zu einem fantastischen Gebilde bei Werken wie „Parkplatzregen“ von Oliver Gies, „Mädchen, lach doch mal“ von Severin Geissler, „Ewigi Liäbi“ von Hansjörg Römer, „Weit, weit weg“, „Das Beste“, „Heast es net“ von Lorenz Maierhofer, „Ihr von Morgen“ von Hans-Dieter Kuhn, „Jetzt ist Sommer“ von Stefan Kalmer, „Applaus, Applaus“ von Benedikt Lorse, die mit Bravo-Rufen gefeiert werden. „Der Chor singt Klartext, so lautet das Thema“, meint der Moderator Markus Hosp. Angekündigt ist ein rein deutsches Konzert. Ausdrucksvoll spiegeln die Vokalisten mit Mimik und Bewegungen die unterschiedliche Dynamik der Lieder wider und stecken das Publikum mit ihrer leidenschaftlichen Darbietung an.

Unterdessen zeigt sich ihre pure Lust an der Musik nicht nur in den Stimmen, sondern auch in ihrer wechselnden Performance wie bei „Gute Nacht Freunde“ von Carsten Gerlitz – immer mit einem tiefen Vertrauen zu der mitreißenden Arbeit der Dirigentin Dagmar Hosp. So füllt der Chor auch bei „Kleine Taschenlampe brenn“ von Axel Klopprogge, durch die Let’s Fetz Teens verstärkt, den historischen Saal mit herrlichen Tönen und guter Laune. Auch die Jubeltöne der „Let’s Fetz Teens“ bei „Neigen sich die Stunden“ von Lorenz Maierhofer, „Die Gedanken sind frei“ von Fritz Jödelt, „In Mutters Stübele“ von Walter Mossmann und „Die lustigen Hammerschmiedgsölln“ von Viktor Zack gießen Öl ins Feuer der Begeisterung auf eine intensive anrührende Weise. Ebenso sprüht die Lebensenergie des Erwachsenenchores bei Werken wie „Macho, Macho“ von Carsten Gerlitz, „Perfekte Welle“ von Oliver Gies, „Herz über Kopf“ von Benedict Blaumeister, „Mambo“ von Oliver Gies. Nach einem temperamentvollen Applaus reagiert der Chor mit zwei Zugaben. Nach „Feuerwerk“ von Wincent Weiss und „Adiemus“ von Karl Jenkins bleibt den Gästen nur noch die Erinnerung an den schönen Abend. Der Erlös der Bewirtung durch den Liederkranz kommt ebenfalls den Geschädigten des Sturms zugute.