St. Blasien Aufbaugymnasium am Kolleg St. Blasien ist ein Erfolgsmodell

Das Aufbaugymnasium am Kolleg in der Domstadt besteht fünf Jahre und funktioniert nach Aussage von Schulleiter Hubert Müller bestens. Die Schüler kommen in der Regel von der Fürstabt-Gerbert-Schule, aber auch aus dem gesamten Bundesgebiet und einige sogar aus dem Ausland.

Seit fünf Jahren gibt es das Aufbaugymnasium am Kolleg St. Blasien – 28 Schüler bereiten sich auf die reguläre Kursstufe vor, 28 neue Schüler werden nach den Sommerferien die neue Klasse 10+ bilden. „Es ist ein Erfolgsmodell“, sagt Schulleiter Hubert Müller, auf das er stolz sei.

Eigenständige Schule

Das Kolleg musste damals ein reguläres Genehmigungsverfahren beim Regierungspräsidium Freiburg durchlaufen, erinnert sich Hubert Müller, denn das Aufbaugymnasium sei formal eine eigenständige Schule.

Die Lehrpläne, die das Kolleg damals einreichen musste, seien eng mit den Kollegen der Fürstabt-Gerbert-Schule abgestimmt worden – der Übergang von der Realschule auf das allgemeinbildende Aufbaugymnasium sollte den Schülern schließlich so reibungslos wie möglich gelingen.

Zusammen mit Kollegsdirektor Pater Klaus Mertes entwickelte er die Idee im Jahr 2011. Das Ziel sei es gewesen, das Kolleg zu öffnen, die gefühlte Schwelle für einen Schulbesuch im Kolleg zu senken. „Das ist, glaube ich, gelungen“, sagt Müller.

Die Gründung des Aufbaugymnasiums sei eine Reaktion auf die Situation in der Region: Die sehr gute Realschule werde auch von vielen Schülern mit Gymnasialempfehlung besucht.

Sinnvoll für viele Schüler

Die meisten Schüler, die nach der Mittleren Reife weiter zur Schule gehen wollen, wechseln auf ein berufliches Gymnasium. Etliche Schüler wollen aber nach dem Ende der Realschulzeit noch keinen Schwerpunkt setzen, für sie sei daher ein allgemeinbildendes Aufbaugymnasium sinnvoll.

Die meisten Schüler der Klasse 10+ kommen aus der Region, etliche aus ganz Deutschland und auch einige aus dem Ausland. Nach diesem gemeinsamen Jahr steigen sie in die reguläre Kursstufe des Kollegs ein.

Die Schüler der Eingangsklasse seien etwas älter als die übrigen Zehntklässler des Kollegs und aufgrund einer bewussten Entscheidung an die Schule gekommen.

Sie hätten bereits eine schwere Prüfung hinter sich – „sie können lernen und sie sind sehr motiviert“, lobt der Schulleiter und erinnert an die beiden besten Abiturienten des vergangenen Jahres, die beide über das Aufbaugymnasium an die Schule gekommen waren.

Möglich auch für Werkrealschüler

Auch Werkrealschüler könnten mit ihrem mittleren Bildungsabschluss das Aufbaugymnasium besuchen, sagt Müller. Da die Werkrealschule aber anders ausgerichtet sei, falle der Übergang den Absolventen dieses Schultyps deutlich schwerer. Dennoch haben auch schon zwei ehemalige Werkrealschüler den Weg zum Abitur über das Aufbaugymnasium erfolgreich gemeistert.

Von Anfang an ist Christian Henrich Klassenlehrer der Eingangsklasse 10+, denn man brauche Lehrer mit großer Erfahrung. Außerdem sei die Zusammenführung der von unterschiedlichen Schulen, aus anderen Bundesländern und sogar aus dem Ausland kommenden Schülern zu einer Gemeinschaft eine wichtige Aufgabe.

sEine Erfolgsgeschichte

„Wir wollten die Schwelle ins Kolleg senken“, sagt Hubert Müller, und das sei auch gelungen. An mancher Stelle mussten Pater Mertes und er auch wegen der befürchteten Konkurrenz für die bestehenden beruflichen Gymnasien Überzeugungsarbeit leisten, erinnert er sich.

Doch das Aufbaugymnasium am Kolleg St. Blasien „ist aus unserer Sicht eine Erfolgsgeschichte“, das Angebot passe sehr gut in die Region. Und: „Die Schüler tun uns durch ihre Persönlichkeit gut.“

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