Der zweite Corona-Jahrgang hat seine Abschlussprüfung an der Fürstabt-Gerbert-Schule in St. Blasien abgelegt. Nach einem Schuljahr mit mancher Unsicherheit, mit der Kombination aus Online- und Wechselunterricht haben 48 junge Menschen die Realschule mit der mittleren Reife und 30 die Werkrealschule (16 mit dem mittleren Bildungsabschluss und 14 mit dem Hauptschulabschluss) beendet.

Die erfolgreichen Abschlussschüler

Den feierlichen Abschluss eines wichtigen Lebensabschnittes haben sich die Schüler, ihre Eltern und Lehrer wahrscheinlich anders vorgestellt. Die aktuellen Umstände in der Corona-Pandemie haben eine große Feier mit Rahmenprogramm aber nicht ermöglicht, die Absolventen der verschiedenen Schularten an der Fürstabt-Gerbert-Schule erhielten im Klassenverband ihre Zeugnisse – der Vormittag war im Kursaal genau durchgetaktet.

Bemerkenswerter Jahrgang

Es sei ein bemerkenswerter Abschlussjahrgang, sagte Konrektor Ludger Pornschlegel. Unter schwierigen Umständen hätten sich die Schüler auf die Abschlussprüfungen vorbereitet. Und sie haben das Jahr erfolgreich abgeschlossen. Überdurchschnittlich viele Schüler hätten einen Preis oder ein Lob erhalten, sagte Pornschlegel.

Spende aus der Klassenkasse

Feiern konnten die Mädchen und Jungen ihren Abschluss nicht, das Geld, das vielleicht noch in der Klassenkasse übrig war, sollte aber auch nicht sinnlos verbraucht werden, dachten sich die Schüler der Werkrealschulklasse 9a. Die übrig gebliebenen 385 Euro spendeten sie, damit Menschen, die vom Hochwasser betroffen sind, geholfen werden kann.

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Viele Herausforderungen mussten in den vergangenen Monaten gemeistert werden, sagte Pornschlegel in seiner kurzen Ansprache vor den Schülern. Viel sei ausprobiert worden und es habe auch manchen Unmut gegeben. Trotz allem sei das Ergebnis hervorragend. Die Eigenmotivation sei besonders wichtig gewesen und die Eltern hätten mit der Motivation ihrer Kinder einen wichtigen Beitrag zu ihrem Schulabschluss geleistet. Es seien zwei verkorkste Jahre gewesen, was aber nicht an den Schülern gelegen habe, sagte Claudius Tretter, der Klassenlehrer der R10a war.

Nicht immer der direkte Weg

In Zukunft werde es vielleicht Menschen geben, die ihnen das Vorankommen nicht zutrauen, sagte eine Elternvertreterin. Ihre Ziele sollten sie jedoch fest im Blick behalten, „denn viele Wege führen nach Rom“ – man müsse also nicht den direktesten Weg wählen.

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Natürlich sei es enttäuschend, dass zum Abschluss der gemeinsamen Schulzeit keine Klassenfahrt möglich gewesen sei, sagte die Klassensprecherin der R10a, Beatrice Schleicher. Aber das Zwischenziel sei erreicht: „Auf uns, wir haben es geschafft.“