Die Künstler für das 24. Internationale Bildhauersymposium stehen fest. 15 Bildhauer aus acht Ländern hat die Jury ausgewählt, weitere sieben stehen auf der Liste der Nachrücker. Neue Gesichter sind ebenso zum Zuge gekommen wie alte Bekannte. „Wir sind nach hartem Ringen zu einem ausgezeichneten Ergebnis gekommen“, sagte Bernhard Meyer, Leiter des Organisationskomitees, bei der Vorstellung der Ergebnisse. Denn 239 Bewerbungen, so viele wie nie zuvor, waren für das Holzbildhauersymposium eingegangen.

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Eine schwierige Entscheidung für die Jury, bestehend aus Bürgermeister Adrian Probst und Bernhard Meyer (Vertreter der Stadt), Christel Steier (Künstlerische Leiterin), Bernd Ruderisch, Clemens Huber und Klaus Brand (Werbe- und Aktivkreis) sowie den Künstlerischen Fachberatern Susanna Heim, Karin Steinebrunner und Hannes Köpfer. Denn, so erklärte Bernhard Meyer, alle seien sich einig gewesen, dass beim Internationalen Symposium auch wieder ein Austausch zwischen Künstlern aus verschiedenen Ländern stattfinden solle. Aber auch die Qualität sei ein wesentliches Kriterium für die Auswahl der Beiträge gewesen.

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So gibt es beim Symposium (25. August bis 1. September) wieder eine bunte Mischung von deutschen und internationalen Künstlern, von gegenständlichen und abstrakten Werken und mit einer Skulptur, die Holz mit Draht kombiniert, und einer, bei der präpariertes Papier zum Einsatz kommen soll.

Die Künstler des Symposiums vom 25. August bis 1. September

  • Aktham Abdulhamid stammt aus Syrien, lebt aber in Madrid. Er ist Professor an einer Hochschule und hat schon viele Preise gewonnen. In St. Blasien wird er eine abstrakte Skulptur mit dem Titel „Light Beam“ schaffen.
  • Amin Balaghi Inalou aus dem Iran kombiniert bei seinem Symposiumsbeitrag Holz und Draht. „Statue of Anahita is in the third millenium“ heißt sein Werk, das eine Göttin zeigt, umgeben von Draht.
  • Josef Briechle aus Waldshut-Tiengen ist nicht zum ersten Mal in St. Blasien dabei und sicherlich der älteste Teilnehmer: Zum Zeitpunkt des Symposiums wird er 80 Jahre alt sein. Mit „Der Wälder“ will er wieder eine bunte Skulptur schaffen.
  • Figürlich wird es bei Michelina Consalvo aus Italien, deren Entwurf „Il sonno della Crisalide“ heißt.
  • Maximilian Fliessbach gen. Marsilius will eine „Holzstele über die Heilige Weisheit“ schaffen, so der Untertitel seines Werkes, das er „Hagia Sophia – Monstranz“ überschrieben hat. Das Buch, dass bei dieser Skulptur oben auf der hölzernen Stele liegt, soll auch präpariertem Papier und Metall bestehen.
  • „Machs auf Deine Art“ heißt es bei Judith Franke aus Deutschland. Die Thüringerin wird eine wartende Figur gestalten.
  • Eine humorvolle Idee hat Karin Hofer aus der Schweiz eingereicht: „Sitzender auf Kubus“ erinnert ein bisschen an die Bierkistentürme, die immer wieder mal bei Jugendfeuerwehr- oder anderen Festen aufgestapelt werden, oben drauf sitzt eine Figur.
  • Mariam Radwan kommt aus Ägyten, und so hat sie auch ihren Entwurf „Ancient Egyptian Harp“ – Alte ägyptische Harfe – genannt.
  • Ebenfalls gegenständlich geht es bei Eberhard Rieber zu, seine „Schleichende Gefahr“ ist eine geschmeidig sich anpirschende Katze, aus Holz geschaffen.
  • Fabian Rucco aus Argentinien ist nicht zum ersten Mal in St. Blasien dabei. Seine Skulptur trägt bisher noch keinen Titel, überzeugte die Jury aber ebenfalls mit ihrer Qualität.
  • „Vom selben Ursprung“ lautet der Titel des Entwurfes von Christel Andrea Steier aus Bernau. Ein X-Cromosom ist zu sehen, das sowohl bei Frauen als auch bei Männern vorhanden ist. Ein Zeichen?
  • „Zangenbindung“ heißt augenzwinkernd die Skulptur von Michael Steigerwald aus Deutschland, sie gehört zu seiner Serie „Bindungsgedanken“ und zeigt Frauenbeine, an einem Körper, der oben in Form einer Zange ausläuft.
  • Auch Michael Weick ist in St. Blasien kein Unbekannter, dieses Mal hat er eine „Aktentasche“ im Gepäck.
  • Kristina Yosifova-Gschaider aus Bulgarien schließlich zeigt mit „Invisible life of the spring“ eine abstrakte Interpretation des Themas Frühling.
  • Alex Ara aus Spanien nimmt mit „Keeping Balance“ am Symposium teil. Sein Entwurf zeigt einen Fuß in einem Ballettschuh, welcher elegant auf der spitze balanciert. (cr)