Es war ein großes Wiedersehen: 1100 Gäste kamen am Wochenende zum Altkollegianertreffen nach St. Blasien. Aufgeboten hatte das Kolleg ein großes und abwechslungsreiches Programm. Es gab Sportaktivitäten, Kunst und auch Debatten. Ferner wurden die langjährige Internatsleiterin, Marlies Woerz, und der dienstälteste Hausarzt des Kollegs seit fast 40 Jahren, Winfried Bull, besonders gewürdigt.

Die Band Cosmo & The Phunkguerilla spielte beim Treffen der Altkollegianer in St. Blasien.
Die Band Cosmo & The Phunkguerilla spielte beim Treffen der Altkollegianer in St. Blasien. | Bild: Cornelia Liebwein

Mit einnehmendem Lächeln lud Kollegsdirektor Pater Klaus Mertes beim Festabend in der Pater-Alfred-Delp-Halle am Samstag „zum Feiern, Sprechen und Essen ein“. Im Herbst 2018 hatten die Vorbereitungen für dieses Fest begonnen, sagte Mertes. „Alles was wir dieses Wochenende erleben, genießen und alle guten Vorbereitungen“ seien wesentlich Wolfgang Mayer zu verdanken, lobte der Kollegsdirektor. Mayer ist für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit zuständig und erhielt für seinen Einsatz ein Geschenk. Auch das edel gebundene Skizzenbuch, das zuvor an jeden Gast verteilt wurde, und das Mayer mit dem Altkollegianer Wolfgang Stahl auf den Weg brachte, sei eines seiner Projekte.

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„Als ich vor vielen Jahren das Abitur ablegte“, sagte Georg A. Jahn, der Vorsitzende des Vereins der Freunde und Altschüler des Kollegs, „machte man das Abi und verschwand aus dem Blickfeld“. Spätestens seit Pater Mertes die Geschicke des Kollegs leitet, würden die Altkollegianer Wertschätzung erfahren. Ohne ihn gäbe es diese Veranstaltung nicht. Das würde für die Altkollegianer aber auch bedeuten, Verantwortung in die Schule einzubringen – Möglichkeiten seien viele vorhanden. Nur mit Personen, die sich einbringen, sei das alles möglich, sagte er und leitete zur Verleihung der Ehrenmitgliedschaft auf Lebzeiten an Marlies Woerz über.

Marlies Woerz ist nun Ehrenmitglied im Verein der Freunde und Altschüler des Kollegs.
Marlies Woerz ist nun Ehrenmitglied im Verein der Freunde und Altschüler des Kollegs. | Bild: Cornelia Liebwein

Mit der Ausstellung „Facing/Tradition“ lenkte man während des Wochenendes den Blick auf die Fülle der Fotografien von Sebastian Wehrle, der mit Trägern beispielsweise des Bollenhuts, die auch aus anderen Kulturen stammen, und anderem an die Traditionen des Schwarzwaldes erinnerte. Weitere ideenreiche Bausteine des Programms waren eine Diskussionsveranstaltung zum Thema „Was mich prägte – Altkollegianer erzählen“. Es entspann sich eine muntere, ausgewogene Debatte mit vielen interessanten Dialogen, beherzt von Moderator Wolfgang Endres zusammengefügt.

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Auch die bemerkenswerte Vorstellung des Altschülerprojekts „Kollegsreflexionen“ und die ausdrucksstarke Präsentation von Förderprojekten des „Vereins der Freunde und Altschüler des Kollegs“ machten das Wochenende wertvoll. Hier hatte dessen Vorsitzender Georg Jahn Moderation in der Hand. Außerdem wurde die aktuelle Ausgabe des Altkollegianerverzeichnisses und das „Skizzenbuch Kolleg St. Blasien“ vorgestellt.

Sportlich waren die Gäste des Altkollegianertreffens ebenfalls: An Ehrgeiz fehlte es den Basketballspielern und Fußballern bei den Spielen Altkollegianer gegen Kollegianer nicht. Viele Bälle fanden den Weg in den Korb oder ins Tor.

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Die Band „Cosmo & The Phunkguerilla“ und das „Hollywood-Klavier“, dem Originalinstrument aus dem Film „Big“ mit Tom Hanks, hielten am Samstagabend die Zuhörer in Atem. Kurz vor Mitternacht wurden die Gäste Zeugen eines zauberhaften Schauspiels, als die Feuerkugel-Installation von Martin Hunke in Rauch aufging und mit dem Feuer in all ihrer Schönheit erwachten. Nach dem Festgottesdienst im Dom am Sonntag trennten sich die Wege wieder.