Vor 25 Jahren hat Beate Winkler ihren Traum von der Selbstständigkeit verwirklicht und hält seither in Schwörstadt die Schere in der Hand. Das Jubiläum ihres Haarstudios hat sie zum Anlass genommen, in den Ruhestand zu treten. Der 29-jährige Herrenfriseur Gabriel Danchief aus Bad Säckingen übernimmt das Studio. In den nächsten Wochen kommt eine Angestellte ins Team, sodass der Salon weiterhin für Frauen und Männer da ist.

Der Werdegang

Die 60-jährige Friseurmeisterin Beate Winkler hat das Friseurhandwerk in ihrer Heimat Ostwestfalen erlernt und liebt es von Anfang an. Mit 20 Jahren fasste sie den Entschluss, in den Süden zu ziehen, ein Onkel lebte in Basel. Sie richtete sich in Beuggen eine Wohnung ein und arbeitete mehr als zehn Jahre in einem Rheinfelder Friseurgeschäft.

Der Weg zum eigenen Salon

Nach der Meisterschule ging sie in die Schweiz und arbeitete in Arlesheim. Den Blick auf einen eigenen Friseursalon gerichtet, hat Winkler stets die Anzeigen in der Zeitung gelesen. Als sie vor 25 Jahren das Inserat „Nachfolger/in für ein Friseurgeschäft in Schwörstadt“ entdeckte, wusste sie: „Das ist meine Zukunft“. Sie hat das Geschäft von Kurt Kappler übernommen. Zu ihren Kunden zählte von Anfang an ihr heutiger Ehemann, nur wussten die Beiden das damals nicht. „Die Haare habe ich ihm regelmäßig geschnitten, aber gefunkt hat es dann erst beim Schwörstädter Musikfest“, sagt Winkler lachend.

Immer im Trend

Dass die Kunden ihr vertrauten, zeigt ein Satz, den Winkler häufig hörte: „Mach mal was Neues“. „Ich bat um fünf Minuten Bedenkzeit und hatte dann eine neue Frisur oder Farbe im Kopf.“ Auch sie selbst liebte die Abwechslung auf ihrem Kopf. Immer dem Trend entsprechend, versuchte Winkler die neueste Frisurenmode selbst zu präsentieren. Mal waren ihre Haare lang, dann kurz, dunkel oder hell mal glatt und mal gewellt. Auf einer Wellenlänge lag Winkler mit vielen Kunden. Eine davon, verrät sie, ist Christine Trautwein Domschat: „Als vor zwei Jahren die neue Bürgermeisterin gewählt wurde, kam sie eines Tages in meinen Salon und seither zählte sie zu meinen Kundinnen.“ Trautwein-Domschat verabschiedete sich im Namen der Gemeinde herzlich von Winkler und wünschte ihrem Nachfolger gutes Gelingen.

Viel Persönliches

Immer wieder besonders waren für Winkler die Hochzeitsfrisuren und das damit verbundene Glück. „Man erfährt viel Persönliches, was mit Glück und Trauer verbunden ist. Aber was im Salon geredet wurde, ist auch immer in diesen Räumen und bei mir geblieben. Ich gab Ratschläge und konnte auch schon mal helfen, aber vor allem das Zuhören war wichtig.“

75 Jahre Geschichte. 75 Jahre Erfahrung. 75 Jahre Journalismus. Sichern Sie sich jetzt für kurze Zeit ein ganzes Jahr zum Jubiläumspreis von 75 €.