Das neue Gemeinschaftsgrabfeld auf dem Schwörstädter Friedhof ist nun erstmals belegt. Das 52 Quadratmeter große Feld am südöstlichen Rand des Friedhofes bietet Platz für 27 Grabstätten. Die Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner bietet die Gestaltung und Betreuung solcher Grabfelder in ganz Baden an.

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Im Unterschied zu den bisherigen Anlagen, bei denen Gräber mehr oder minder in gleichmäßigen Reihen angeordnet wurden, vermitteln diese neuen Bestattungsfelder mit ihren geschwungenen Formen ein gewisse Lockerheit und passen sich auch den jeweiligen Landschaftsformen an. Bepflanzt werden sie mit unterschiedlichen Stauden, Sträuchern und Kleingehölzen. Typisch für diese Gemeinschaftsgrabfelder sind geschwungene Außenformen. Dort können sowohl Erdbestattungen als auch Urnenbeisetzungen erfolgen. Die sonst übliche Trennung durch Ränder an den einzelnen Grabstellen gibt es hier nicht.

Pflegevertrag als Voraussetzung

„Mittlerweile bietet unsere Genossenschaft auf mehr als 300 Friedhöfen in Baden diese Felder an“, sagte Bernhard Maier, Friedhofsgärtner in Schwörstadt, bei einem Termin auf dem Friedhof am Montagmorgen. „Voraussetzung für die Nutzung ist ein Pflegevertrag mit der Gärtnergenossenschaft. Den Angehörigen wird damit die individuelle Grabpflege abgenommen, andererseits entsteht ein geschlossenes Gesamtbild für den jeweiligen Bereich.“

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Allerdings ist das Setzen von Grabsteinen durchaus möglich. Nach den bisherigen Erfahrungen dauert es etwa zehn Jahre, bis ein solches Feld größtenteils belegt ist. Im ländlichen Raum verlaufe die Nutzung solcher Gemeinschaftsflächen meist etwas zögerlicher, weil die Bestattungsmentalität noch mehr auf die Familien ausgerichtet sei, so Bernhard Maier. Anders sei dies in Städten, wo viele ihre Familien verlassen und andernorts leben, und demzufolge auch die regelmäßige Grabpflege kaum leisten können.

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Auf dem benachbarten kleinen Gemeinschafts-Urnenfeld markieren bereits jetzt flache Steine die Plätze der künftigen Bestattungsplätze. Dort wie auch auf dem größere Gemeinschaftsgrabfeld ist es durchaus möglich, dass Angehörige individuellen Schmuck in kleinen Mengen ablegen, so sind jeweils eine Steckvase und ein Licht zulässig. Insgesamt finden in Schwörstadt und Dossenbach zwischen 25 und 30 Bestattungen in einem Jahr statt.

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