Aktuell herrscht laut Wetterexperte Helmut Kohler aus Schwörstadt eine extreme Trockenheit. Dass dadurch auch die Waldbrandgefahr steigt, zeigt ein Fall aus Grenzach-Wyhlen. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag wurde gegen Mitternacht ein Flächenbrand in einem Waldstück gemeldet. Den Feuerwehren aus Grenzach-Wyhlen und der Abteilung Herten gelang es, den Brand zu löschen.

Zigarette als mögliche Ursache

Insgesamt war die Feuerwehr nach Informationen der Polizei mit sechs Fahrzeugen und etwa 30 Einsatzkräften vor Ort. Gebrannt hatte eine Fläche von etwa 60 mal 130 Metern, wodurch Bäume und Sträucher zerstört wurden. Mögliche Ursache könnte eine unachtsam weggeworfene Zigarette gewesen sein. Die Höhe des Schadens ist noch nicht genauer zu beziffern. Das Polizeirevier Rheinfelden, Telefon 07623/740 40, sucht Zeugen, denen im Bereich des Waldparkplatzes Unterberg Personen aufgefallen waren. Bereits am Freitag, 27. März, war es am Waldrand in Wyhlen zu einem ähnlichen Brand einer kleineren Fläche gekommen. Hier wurden an einer Parkbank Zigaretten gefunden.

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Die Polizei weist insbesondere vor dem Hintergrund der derzeitigen Trockenheit auf das absolute Rauchverbot (§41 Landeswaldgesetz) hin. Hiernach ist es im Zeitraum von 1. März bis 31. Oktober verboten, im Wald zu rauchen. Weiterhin dürfen brennende oder glimmende Gegenstände im Wald oder den Randbereichen nicht weggeworfen oder unvorsichtig gehandhabt werden. Verstöße können mit einer Geldbuße bis zu 2500 Euro oder in schweren Fällen mit bis zu 10.000 Euro geahndet werden. Ob bis Ende des Monats noch mit Regen zu rechnen ist, bleibt laut Wetterexperte Helmut Kohler abzuwarten.

Noch nie so viel Sonnenschein im April

Noch nie seit Messbeginn 1997 war eine erste Aprilhälfte so sonnenscheinreich, erläutert Helmut Kohler. Bei einer fast maximalen Sonnenausbeute von 175 Sonnenscheinstunden wurde am Donnerstag, 16. April, an der Wetterstation Schwörstadt die langjährige durchschnittliche gesamte April-Sonnenscheinzeit bereits um fünf Stunden übertroffen.

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Derzeit erleben wir aktuell eine extrem, staubtrockene Trockenphase. In den vergangenen 36 Tagen fiel in Schwörstadt gerade einmal 4,4 Liter Regen pro Quadratmeter. Auch das ist neuer negativer Rekord, noch nie seit Messbeginn war der Frühlingszeitpunkt von Mitte März bis Mitte April so trocken. Bei weiter andauerndem Hochdruckeinfluss bleibt der für die Vegetation dringend benötigte Regen weiterhin Mangelware. Ob bis Ende des Monats noch etwas auf das Regenkonto kommt, bleibt abzuwarten, so Wetterexperte Helmut Kohler.

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