Mit einer Überraschung endete die Gemeinderatssitzung am Donnerstag. Unmittelbar nach dem letzten Tagesordnungspunkt erklärte Stephan Frank von der CDU-Fraktion seinen Rücktritt als Gemeinderat. Vorausgegangen war im Verlauf der Sitzung die Ablehnung seines Antrages zur Aufstockung der Gelder für den Kindergartenausbau in der Schule um 225.000 Euro. Angesichts der angespannten Finanzsituation lehnten alle Gemeinderäte diese drastische Erhöhung ab.

Als dann eine Auftragsvergabe für den Umbau erfolgen sollte, beantragte Stephan Frank die Vertagung dieses Tagesordnungspunktes, weil nicht alle Alternativen ausreichend geprüft worden seien. Nachdem auch dies abgelehnt und der Auftrag vergeben wurde, bat Frank um eine persönliche Erklärung.

Darin kritisierte Frank die Einrichtung von Kindergartenräumen in der Schule als zu klein. „Diese Planung auf kleinster Fläche halte ich für unzeitgemäß und lieblos,“ sagte er. „Ich hätte es gern gesehen, wenn die Kinder der nächsten 30 Jahre in einem geräumigen Haus, nach heutigen Standards, möglichst mit barrierefreiem Erdgeschoss, eine angemessene Erziehung erfahren könnten.“ Als Architekt und Gemeinderat könne er dies nicht mittragen, stellte Stephan Frank fest und erklärte seinen Rücktritt als Gemeinderat mit sofortiger Wirkung. Er gehörte dem Gemeinderat bereits seit dem Jahr 2014 an.