In der großen Festhalle haben sich die Schwörstädter Gemeinderäte zu ihrer jüngsten Sitzung getroffen. Sie saßen zwar weit auseinander, dennoch in der gewohnten Ordnung wie im kleinen Sitzungssaal im Rathaus. Über den Nebeneingang waren sie eingetreten, Besucher nutzten den Haupteingang. Die Verwaltung hatte die erste Sitzung seit Beginn der Coronakrise sehr zweckmäßig vorbereitet.

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Bürgermeisterin Christine Trautwein-Domschat eröffnete die Beratung mit persönlichen Gedanken. Sie erinnerte an das Ende des Zweiten Weltkrieges vor 75 Jahren. „Den Weg vom Trümmerland zur Gesellschaft mit Freiheit und Wohlstand haben wir der Zielstrebigkeit der Bevölkerung zu verdanken“, sagte sie. „Dies sollte uns Ansporn sein, mit Mut und Ausdauer die jetzigen Probleme zu bewältigen.“

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Die Tagesordnung war nicht allzu umfangreich. Sie wurde sogar noch kleiner, weil der Dossenbacher Ortsvorsteher Arndt Schönauer gleich zu Beginn die Absetzung eines Themas beantragte. Der Ortschaftsrat konnte bisher nicht zur beantragten Erweiterung eines Wohnhauses entscheiden, und da dieses Gremium stets vor dem Gemeinderat darüber beraten muss, wurde der Punkt verschoben.

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Nur wenig Beratungsbedarf gab es zum Vorschlag der Verwaltung, Eltern für den Monat April die Gebühren für die Kindergärten und auch für die Kernzeitbetreuung in der Schule zu erlassen. Möglich ist dies, weil der Gemeinde Soforthilfe zugesagt wurde. 6949 Euro werden als Kopfbetrag gezahlt, das heißt, für jeden Einwohner 2,71 Euro. Der Rest erfolgt als direkte Zuweisung für Kindergärten. Zusammen entspricht dies etwa dem Betrag, der an Gebühren erlassen wird. Mit dieser Soforthilfe durch das Land sind die Kosten gedeckt und die Eltern können entlastet werden. Alle Gemeinderäte stimmten dieser Vorlage zu.

Vergabe für Entwicklungskonzept

Ebenfalls einstimmig verabschiedet wurde die Arbeitsvergabe für die Bearbeitung des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes. Vom Ministerium für Wirtschaft und Arbeit werden solche Konzepte gefordert, wenn Gemeinden ein Sanierungsgebiet bearbeiten wollen. Von der Immobilien Kommunalentwicklung der Landesbank Baden-Württemberg lag dafür ein Angebot vor, den Auftrag für 14.500 Euro zu erledigen. Zu dieser Grobanalyse gehört zunächst eine Vorbereitungsuntersuchung, anschließend wird ein Neuordnungskonzept für das Sanierungsgebiet entwickelt. Für die erfolgreiche Aufnahme in das Programm der Städtebauförderung durch das Land 2021 muss der Antrag bis September diese Jahres eingerichtet werden.

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