Geschlossen hat der Ortschaftsrat Dossenbach am Mittwochabend dem Entwurf des Haushaltsplans der Gemeinde zugestimmt. Darin gibt es eine doch recht auffällige Veränderung. Nachdem nun im vergangen Jahr das neue kommunale Haushaltsrecht in Schwörstadt eingeführt wurde, ordnete die Verwaltung in ihrem Planentwurf nunmehr die einzelnen Sachkonten neu. So sind die meisten Aufgaben für die gesamte Gemeinde geplant, es gibt für viele Vorhaben nur ein Budget, aus dem gleichermaßen die Leistungen in Schwörstadt und in Dossenbach beglichen werden.

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Deshalb wurde der Betrag zur eigenständigen Verfügung durch den Dossenbacher Ortschaftsrat auf 1700 Euro gekürzt. „Wir haben zwar weniger Geld zu unserer Verfügung, aber wir werden es sehr gut einsetzen“, sagte dazu Ortsvorsteher Arndt Schönauer. Zu den Leistungen, die speziell für den oberen Ortsteil vorgesehen sind, gehört die Wiederherstellung der Ausstattung in der Ortsverwaltung. Als Übergangslösung war dort vor zwei Jahren eine Kindergartengruppe eingezogen, mit all dem Mobiliar, was für sie erforderlich war. Wenn nun im Dezember der neu ausgebaute Kindergarten in der Schule Schwörstadt eröffnet wird, zieht die Ortsverwaltung in ihre Räume zurück.

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Die Vereinsförderung der Gemeinde trifft natürlich auch für Dossenbach zu. Schönauer erinnerte nochmals daran, dass der Musikverein die von der Gemeinde finanzierte Unterrichtsbeteiligung an den Musikschulen Rheinfelden und Bad Säckingen ebenfalls nutzen sollte für die Nachwuchsausbildung. Eines der größten Vorhaben wird der komplexe Umbau der Talstraße sein. Anlass ist die Verlegung des aus Nordschwaben heranzuführenden Kabels für die Breitbandversorgung. Die Gemeinde wird den Aufbruch der Straße nutzen, um auch die 60 Jahre alten, schadhaften Trinkwasserleitungen zu erneuern. An der Baumaßnahme wird neben dem Zweckverband Breitbandversorgung auch Energiedienst mitarbeiten. Abschließend erhält die Talstraße einen neuen Fahrbahnbelag.

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In diesem Zusammenhang verwies Ortschaftsrat Matthias Kipf darauf, in der Nordschwabener Straße nach der Verlegung des Kabels die Fahrbahn wegen der bereits vorhandenen Schäden großflächig zu verschließen. Allerdings kann die Gemeinde dies nicht ohne Mithilfe des Zweckverbands finanzieren. Zwar in der Ausführung in das kommende Jahr verschoben, aber in diesem Jahr weiter vorzubereiten ist die Sanierung der Merklin-Orgel in der Dossenbacher Kirche. Dafür reichte die Gemeinde mehrere Förderanträge ein. Die Chancen auf Unterstützung stehen gut. Bei zugesagter Förderung soll die Grundinstandsetzung des Instrumentes 2022 beginnen. Die Bundestagsabgeordneten Christian Natterer (CDU) und Christoph Hoffmann (FDP) gaben mit persönlichen Schreiben bei Behörden und Fördergremien dafür Unterstützung.