Deutlich früher als in vorangegangenen Jahren hat sich der Ortschaftsrat Dossenbach in seiner jüngsten Sitzung mit den Mittelanmeldungen für den nächsten Haushaltsplan der Stadt Rheinfelden befasst. Zunächst wird der Ortsteil wieder die bereits in den zurückliegenden Jahren gewährten 5000 Euro zur freien Verfügung beantragen.

Damit erledigt der Ortschaftsrat Aufgaben für die Allgemeinheit. „Sicherlich werden in diesem Jahr wegen des Corona-Stillstandes einige vorgesehene Arbeiten nicht erledigt und somit auch Geld übrig bleiben“, sagte Ortsvorsteher Arndt Schönauer. „Diese Mittel möchten wir gerne mitnehmen ins kommende Jahr. Dennoch geht es auch darum, in diesem Jahr noch so viel wie möglich zu erledigen. Eine der wichtigsten Aufgaben bleibt die Instandsetzung von Wegen und Straßen.“

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Zu Ende gebracht werden sollen auch die Brandschutzmaßnahmen in der Bürgerhalle, dazu wird Geld im Gemeindehaushalt beantragt. Matthias Kipf sprach die Instandsetzung von Brunnen an. Bereits für dieses Jahr war dafür viel Geld vorgesehen. Da bei einigen Brunnen die Wasserzufuhr aus bisher unbekannter Ursache unterbrochen ist, werden sich wohl Tiefbauarbeiten nicht vermeiden lassen.

Aufgewertet werden sollen auch der alte Hochbehälter sowie dessen Umfeld. Zwar wird er nicht mehr für seinen ursprünglichen Zweck genutzt, jedoch ist er ein beliebtes Ausflugsziel und steht damit im Blickpunkt der Öffentlichkeit. Als wichtige Aufgabe nannte Schönauer auch den Ausbau neuer Räume für den Kindergarten im Schulgebäude Schwörstadt. Wenn diese Arbeiten zeitgerecht im September 2021 abgeschlossen werden, kann auch das Übergangsquartier in der Ortsverwaltung Dossenbach aufgelöst werden.

Ein anderes Projekt liegt ebenfalls in der Regie der Gemeinde: die dringend notwendige Instandsetzung der Orgel in der evangelischen Kirche Dossenbach. Nach den Verträgen aus den 1860er Jahren gehören Glocke, Taufstein und Orgel der Gemeinde, daher ist sie auch für die Reparatur zuständig. Nach vorliegenden Informationen aus dem Regierungspräsidium ist für die Orgel die Einstufung als Kulturdenkmal mit nationaler Bedeutung zu erwarten. 1862 wurde sie von Fridolin Merklin fertiggestellt, nun muss sie dringend fachgerecht saniert werden. Sollte die hohe Bewertung zugesprochen werden, sind auch erhebliche Fördermittel zu erwarten. Für die Restbeträge muss die Gemeinde aus ihrem Haushalt aufkommen, kann aber durchaus auch Spenden gewinnen. Die Ortschaftsräte werden in den kommenden Wochen weitere Überlegungen für die Haushaltsplanung 2021 anstellen, im September müssen die Anforderungen eingereicht werden.

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