Die in der Januar-Sitzung getroffene Entscheidung, das Schwimmbad in diesem Jahr aus technischen Gründen nicht zu öffnen, hat der Gemeinderat nun widerrufen. Ob und wann der Badbetrieb losgeht, hängt allerdings von der Lockerung der Corona-Einschränkungen ab.

Das könnte Sie auch interessieren

Im Januar war der Gemeinderat noch davon ausgegangen, dass die technischen Anlagen keinen sicheren Betrieb mehr ermöglichen. Inzwischen gab es weitere Beratungen mit Fachleuten, denen zufolge doch ein sicherer Betrieb ermöglicht werden könne. Allerdings ist die Anlage anfällig, und nach einer Störung kann eine plötzliche Schließung nicht ausgeschlossen werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Die Gemeinderäte waren erfreut. Doris Schütz bekräftigte, dass das für die Gemeinde mit höherem finanziellen Aufwand verbunden ist. „Nun sollten aber auch viele Schwörstädter das Bad besuchen, denn da wir keine Fördermittel für die Sanierung erhalten werden, sind die Eintrittseinnahmen notwendiger denn je“, sagte sie. „Für die erforderliche Modernisierung ist nun eine kleine Lösung zu finden, die aber dennoch die Zukunft des Bades sichert.“

Das könnte Sie auch interessieren

Frank Lückfeldt meinte, Badbetrieb und -besuch müssten bezahlbar bleiben, für die Gemeinde und die Gäste. Für die Unabhängigen Bürger fragte Tobias Asal, wieso vor zwei Monaten ohne Vorwarnung „und unter Annahme von falschen oder zumindest nicht ausreichend geklärten Tatsachen über die Öffnung, beziehungsweise Nicht-Öffnung des Schwimmbades“ abgestimmt werden musste. Nach Ablehnung der Fördermittel für die Sanierung sei nun ein reduzierter Entwurf zu erarbeiten. Ohne Förderer werde es schwierig, das Bad zu erhalten.

Das könnte Sie auch interessieren

Bürgermeisterin Christine Trautwein-Domschat bestätigte, dass das Bad höheren Zuspruch finden würde, wenn es die Öffnung zum Rhein gäbe, dies sei aber auf absehbare Zeit nicht zu erwarten. „Andererseits, wenn nur im Rhein gebadet werden soll, ist die Erhaltung des Bades nicht möglich“, erklärte sie. „Mit dem Freibad bieten wir der Bevölkerung einen Sport- und Erholungsort, insbesondere auch Kindern zum Schwimmen Lernen.“ Die Gemeinde soll das Bad in dieser Saison selbst betreiben. Nach Aufrechnung der Kosten und Einnahmen erwartet die Gemeinde einen Zuschussbedarf von 24.500 Euro für den Betrieb.

Das könnte Sie auch interessieren

Bei den Bürgerfragen hatte Manfred Henle sich beklagt, dass seit Jahren keine Bürgerdiskussion zum Freibad geführt wurde. Ungerechtfertigt seien die 1934 auf ewig genehmigten Ein- und Ausstiege abgebaut worden. Den Rückgang der Besucherzahlen von 26.000 im Jahr 2015 auf 4900 im vergangenen Jahr führte er auf den Frust der Gäste zurück, nicht mehr vom Bad aus in den Rhein zu gelangen. Christine Trautwein-Domschat versicherte, dass das Thema nicht vom Tisch sei, für den Kauf des Uferstreifens laufe das Verfahren.