"Freie Fahrt am Hochrhein-Dinkelberg." Unter diesem Slogan hat das Autobahnamt Baden-Württemberg Anfang der 1980er Jahre eine Broschüre herausgebracht. Diese sollte die Bürger über den geplanten Streckenabschnitt der Autobahn 98 zwischen Rheinfelden und Bad Säckingen informieren.

35 Jahre später warten die Anwohner am Hochrhein bekanntermaßen immer noch auf diese Autobahn. Die Pläne für den Abschnitt 5 lagen zwischenzeitlich auf Eis und was mit dem Abschnitt 6 bis Bad Säckingen wird, ist nach wie vor unklar.


"Die Autobahn erlebe ich sowieso nicht mehr"

Ein vom Durchgangsverkehr geplagter Bürger und Kämpfer für die A 98 aus Schwörstadt hat der Lokalredaktion die schon etwas vergilbte Broschüre vorbeigebracht. "Nehmen Sie sie, ich brauche sie nicht mehr. Die Autobahn erlebe ich sowieso nicht mehr", sagte er resigniert, als er unserer Redakteurin das Faltblatt überreichte.

Unseren Lesern wollen wir den inzwischen altmodisch wirkenden Flyer, wie es heutzutage heißt, natürlich nicht vorenthalten. Denn die Inhalte sind aktuell wie eh und je.

Weniger Verkehr in den Ortsdurchfahrten, mehr Ruhe in den Wohngebieten, dafür reibungslosen Verkehr ohne Stau und Stress - das waren die Ziele der A 98.

35 Jahre später hat sich daran nichts geändert.

Gleiches Problem, andere Autos: Bis auf die Fahrzeugmodelle hat sich in der Ortsdurchfahrt von Schwörstadt seit den 1980er Jahren nichts geändert.

Das Autobahnamt informiert Anfang der 1980er Jahre über den Ablauf des Planfeststellungsverfahrens und die Möglichkeit, die Pläne einzusehen. Das gleiche Vorgehen wie im Jahr 2017 - für den gleichen Abschnitt wohlgemerkt.

"Die neue Hochrhein-Autobahn" steht über dieser Karte. Wäre die A 98 damals realisiert worden, wäre sie inzwischen bereits alt.

Hier werden die Vorteile der Autobahn 98 aufgeführt...

...und hier die Nachteile.