Dossenbach – Der Kindergarten ist wohl das größte Problem im Ortsteil Dossenbach. Der Ortschaftsrat befasste sich am Montag mit den notwendigen Anforderungen für das kommende Jahr. „Mit 28 Kindern ist der Kindergarten voll besetzt, weitere 15 Namen stehen auf der Warteliste“, sagte Ortsvorsteher Arndt Schönauer. Deshalb sei es notwendig, die Erweiterung des Kindergartens im kommenden Jahr voranzubringen. Einzuordnen ist dies in die Gesamtentwicklung aller Kindertagesstätten in der Gemeinde.

Bürgermeisterin strebt dauerhafte Erweiterung an

Bürgermeisterin Christine Trautwein-Domschat, die als Gast an der Sitzung teilnahm, wies darauf hin, dass zwar relativ schnell eine Baugenehmigung für eine provisorische Erweiterung zu erhalten sei, diese dann aber nur zwei Jahre lang gelte. Deshalb sei eine dauerhafte Erweiterung anzustreben, allerdings nicht für einen direkt verbundenen Anbau, denn dann müsste der gesamte Brandschutz im Bestandsgebäude dem Neubau angepasst werden. Für eigenständige Verfügung im Ortsteil sollen wieder 5000 Euro beantragt werden, noch einmal soviel möchte der Ortsteil für professionellen Baumschnitt erhalten.

Sanierung des Trinkwasser-Hochbehälters

An mehreren Stellen im öffentlichen Bereich ist dies dringend notwendig, zum Beispiel auf dem Friedhof, auch um der Verkehrssicherheitspflicht zu genügen. Schließlich soll die Verbindungsstraße nach Nordschwaben instand gesetzt werden. Für eine große Lösung sind 62 000 Euro erforderlich, 20 000 für eine kleine, das hieße dann, in mehreren Etappen. Für Kultur- und Denkmalpflege beantragt Dossenbach 3000 Euro, damit soll der unter Denkmalschutz stehende Trinkwasser-Hochbehälter saniert werden.

Thomas Schmidt erinnerte daran, auch die Brunnen weiterhin zu pflegen.Teilweise sind Leitungen verstopft. Die Bürgermeisterin meinte, gerade dies passe gut in den Dorfentwicklungsplan, allerdings sei daraus erst ab 2020 Fördergeld zu erwarten. Ortsvorsteher Schönauer wird dennoch 5000 Euro Bedarf für die Brunnenpflege auf die Anforderungsliste des Ortsteils setzen.

Naturpark steuert 8300 Euro bei

Zu Beginn der Sitzung hatten die Ortschaftsräte über die Auftragsvergabe zur Gestaltung des neuen Wanderweges zum Schlachtfeld abgestimmt. Das Gelände, auf dem 1848 ein Gefecht zwischen revolutionären Einheiten und württembergischen Soldaten stattfand, soll besucherfreundlich ausgestaltet werden. Jürgen Nass meinte, dass dies sicherlich zahlreiche Gäste anziehen werde. Dazu sind auch Informationstafeln vorgesehen. Die Arbeiten dafür wurden an eine Firma vergeben, die ein Angebot für 15 243 Euro unterbreitete. Der Zuschuss vom Naturpark Südschwarzwald wird bei 8300 Euro liegen.

Bürgertreff zu Neujahr

Abschließend berieten die Ortschaftsräte über die zukünftige Gestaltung des bisherigen Neujahrsempfangs. Nachdem eine Veranstaltung gleicher Bezeichnung ab 2019 für die gesamte Gemeinde Schwörstadt stattfindet, fand der Vorschlag von Jürgen Nass Zustimmung, in Dossenbach weiterhin zu einem „Bürgertreff zum Neujahr“ einzuladen. Im kommenden Jahr wird dieser am 20. Januar stattfinden, der erste Neujahrsempfang der Gemeinde findet am 27. Januar in Schwörstadt statt.

Die Bürgermeisterin lud nochmals auch die Dossenbacher Einwohner zur Auftaktveranstaltung für die Erarbeitung des Dorfentwicklungsplans ein. Diese findet am 17. Oktober in der Festhalle Schwörstadt statt.