Das Rathaus in Schwörstadt ist geschlossen, die Kinderbetreuungsstätten ebenfalls, die Schule ist leer und die Spielplätze sind abgesperrt. Gottesdienste gab es am Sonntag in den Kirchen nicht – auch das Leben in Schwörstadt hat sich aufgrund der Maßnahmen gegen eine Ausbreitung des Coronavirus verändert.

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Laut Bürgermeisterin Christine Trautwein-Domschat seien die Einwohner recht gut informiert. Fast alle Anrufe im Rathaus könnten beantwortet werden. Gelegentlich fragen Bürger nach, wie in der Gemeinde die Anordnungen des Landratsamtes ausgelegt werden und was dabei besonders zu beachten sei. „Unsere örtlichen Geschäfte für die Lebensmittelversorgung sind geöffnet, also der Discounter ebenso wie die Bäckereien und die Fleischerei“, so Trautwein-Domschat. „Allerdings sind die Cafés an den Bäckereien geschlossen. Wir empfehlen also den Bürgern, hier vor Ort einzukaufen, dies auch, wenn sie fertige Mahlzeiten bestellen möchten, damit stärken sie gerade in diesen schweren Tagen die einheimischen Gastwirte und Gewerbetreibenden.“

Wertvolle Hilfe ruht ebenfalls

Allerdings, der „Einkäufer“, der Kleinbus, der in ihrer Mobilität eingeschränkte Mitbürger zum Lebensmittelmarkt bringt, fährt derzeit nicht, denn die ehrenamtliche Fahrer – allesamt Rentner – gehören zur Risikogruppe, außerdem kann im Kleinbus der empfohlene Abstand nicht eingehalten werden. Einige junge Einwohner nehmen es mit dem erforderlichen Abstand jedoch nicht so genau, es versuchten tatsächlich Jugendliche, eine Grillfete am Rhein zu organisieren. Dagegen gab es natürlich Widerspruch. Andererseits gab es am Sonntagabend auch in Schwörstadt einige Balkonsänger, die von ihren Häusern aus andere mit Musik erfreuten.

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Immer wieder gibt es Anfragen, ob es erforderlich sei, Mitbürgern zu helfen und wie es am besten organisiert werden könne, sagt die Bürgermeisterin. Die wenigsten Menschen bräuchten jedoch externe Hilfe, weil in vielen Häusern mehrere Generationen aus den Familien zusammen wohnen.

Der Obsthof Meyer aus Dossenbach liefert dorthin, wo es erforderlich ist, auch warme Mahlzeiten aus. Für einige Kinder wurde eine Notbetreuung eingerichtet, deren Eltern arbeiten in Berufen, die gegenwärtige besonders wichtig sind. Abgesagt wurde die nächste Gemeinderatssitzung, sie sollte am 2. April stattfinden. Dennoch erhielten die Ratsmitglieder Informationen zu den vorgesehenen Themen im Umlaufverfahren. Sie können sich also damit befassen und später Entscheidungen vorbereiten.