Die Tischtennisabteilung des TV Schwörstadt ist am Wochenende wieder Gastgeber des elften Osterhobbymarkts in der Festhalle Schwörstadt. Rund 30 Hobbyaussteller zeigen ihre facettenreiche Handwerkskunst. Claudia Maretti und ihre Schwester Lisa Gerwig aus Eichsel gehören dazu.

Einmal mehr hat Organisatorin Anni Volz ihr Augenmerk auf eine Vielfalt des Angebots gelegt. Arbeiten aus Ton, Holz, Glas, Heu und vielen anderen Materialien sind zu finden. Dazu gesellen sich frisch gebundene Osterkränze und -gestecke, Ostereier, Dekoleuchten, Schmuck, Taschen, Porzellan, unterschiedlichste Handarbeiten sowie selbstgemachte Marmeladen und Liköre. Der Herstellung der aromatischen Spirituosen hat sich Claudia Maretti aus Eichsel verschrieben. Bis zu 50 Likörsorten hatte sie in Spitzenzeiten im Angebot. „Heute sind es etwa 25“, sagt sie. Die gibt es beim Osterhobbymarkt zu kosten und zu kaufen.

Claudia Maretti ist zum vierten Mal in Schwörstadt dabei. Wiesenschlüsselblumen an der Halde in Eichsel waren es, die bei ihr vor rund 15 Jahren das Likör-Fieber entfachten. In der Folge probierte sie sich an allem, was der Garten so hergab. Von A bis Z, von Apfel bis Zimt, hat sie Liköre kreiert. Und sich immer weiter vorgewagt. Irgendwann folgte der Bierlikör mit einer malzigen Note aus Schwarzbier und Ingwer. Auch vor Schoko- und Vanillelikör machte sie nicht Halt, einzig der Eierlikör gehörte wegen seiner geringen Haltbarkeit nie zu ihrem Sortiment.

Dafür versuchte sie sich erfolgreich an Rosenlikör, Nusslikör, Kaffeelikör, Glühweinlikör und an einem speziellen Weihnachtslikör mit feinen Zutaten wie Zitronat, Orangeat und Lebkuchengewürz. Mindestens sechs Wochen müssen Früchte, Alkolhol und Zucker ziehen, bevor nach dem Abfiltern der fertige Likör steht. Ein richtig edles Geschenk hat sie zur Weihnachtszeit in petto: Einen Adventskalender aus Holz mit 24 Likörsorten, gezimmert von ihrem Sohn Fabian, der als Zimmermann auch kreative Verpackungen zaubert. Etwa den „Adventskranz für Zwei“ in Sternform mit acht Likörfläschchen.

Wenn Claudia Maretti an Märkten vertreten ist, dann immer im Doppelpack mit ihrer Schwester Lisa Gerwig. Auch sie hat sich der Kreativität verschrieben und bastelt alles Erdenkliche, getreu der Devise: „Es gibt Wichtigeres als Basteln, aber kaum etwas Befreienderes.“ Lisa Gerwig hat schon immer mit Herzblut gebastelt, seien es Karten mit 3D-, Stempel- oder Stanz-Motiven, Marmeladengläser die mittels Schrumpfbanderolen mit herzigen Tier- oder Blumenmotiven in neuem Glanz erstrahlen.

Voller Kreativität kommen auch ihre Geschenkverpackungen daher, die sich bestens als Behältnisse für Naschereien eignen oder die Schmuckanhänger aus Engelsflügeln mit aufgefädelten Perlen und Schmucksteinen. Die Kreativität von Lisa Gerwig macht sozusagen vor nichts Halt. Ihr Auge wird magisch von allem Kreativen angezogen und aus dem Basteln heraus schöpft sie immer neue Ideen.

„Ich habe die bildliche Vorstellungskraft, Logik und Kreativität fließen ineinander“, umschreibt sie ihr Tun. Und: „Ich kann es nicht, gibt es bei mir nicht“, sagt Lisa Gerwig, die jeden Mittwoch mit Kindern an der Goetheschule in Rheinfelden bastelt. Basteln lässt sich runterkommen und wenn sie einmal in Rente geht, dann schwebt ihr vor, einen Bastelclub für Jung und Alt zu gründen. Angesichts ihrer Begeisterung kann dabei eigentlich überhaupt nichts schief gehen.

Osterhobbymarkt Schwörstadt mit Bewirtung und Kaffeestube, Sonntag, 11. März, von 11 bis 17 Uhr, Festhalle Schwörstadt. Der freiwillige Eintritt in Höhe von 50 Cent fließt einem gemeinnützigen Zweck zu.