Für Kinder bieten Spielplätze viel Raum zum Austoben, die Erwachsenen können sie auch mal in Ruhe rennen lassen, das ist zumindest die Idealvorstellung. Nachdem sie in den letzten Jahren die Plätze von Rheinfelden und Grenzach-Wyhlen ins Visier genommen haben, werfen Mitarbeiterin Leony Stabla und ihre Söhne Jakob (5) und Jonas (3) einen genauen Blick auf die drei Anlagen in Schwörstadt. Heute: der Spielplatz in Dossenbach.

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Für nicht Ortsansässige schwer zu finden

Den Spielplatz in Dossenbach zu finden, war für mich, als nicht Ortsansässige, wirklich schwierig. So hatte ich zwar die Adresse Herweghstraße 10 als Anhaltspunkt, mein Navi aber wollte mich immer wieder über die Talstraße schicken. Leider ist der Verbindungsweg der beiden Straßen nur ein Fußweg, weswegen ich die Abzweigung mit dem Auto vergeblich gesucht habe.

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Hinter dem Gelände Richtung Wald und Wiese

Auf der Landstraße von Schwörstadt kommend, biegt man deshalb am besten nach links in die Schopfheimer Straße ab. Dieser bis zum Ende folgen und dann nach rechts, nun sollte man sich links halten und den Berg hinauffahren, hier heißen alle Straßen „Harget“, was die Beschreibung leider schwierig macht. Die erste links abbiegen und noch einmal nach links in die Herweghstraße, dann der Straße nach rechts folgen, bis der Kindergarten zu sehen ist. Dort kann man auch parken. Der Spielplatz liegt hinter dem Gelände in Richtung Wald und Wiese.

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Kinder können rennen, es kann nicht viel passieren

Hat man den Spielplatz erst einmal gefunden, ist er wirklich gut gelegen. Hier können die Kinder rennen und es kann nicht viel passieren. Abgesehen von seiner Lage ist der Spielplatz aber nichts Besonderes. Mit einem Sandkasten, einer Rutsche, einer Wippe, einer Tischtennisplatte, einer normalen und einer Babyschaukel ist die Grundausstattung vorhanden, aber auch nicht mehr.

Schattiges Plätzchen unter einem großen Baum

Vor der Anlage gibt es zwei handgezimmerte Bänke, von denen leider eine zusammengebrochen ist, was meine Kinder äußerst spannend fanden. Für Mütter gibt es innen ein schattiges Plätzchen auf einer Bank unter einem großen alten Baum, und die Rutsche liegt ebenfalls im Schatten, was wirklich wichtig ist, da es sich um eine Metallrutsche handelt. Alle anderen Spielgeräte sind leider in der prallen Sonne. Auch auf diesem Platz sind von der Gemeinde Verbesserungen geplant, darunter auch ein besserer Sonnenschutz. Weitere Spielgeräte und eine Wasserpumpe sollen in Zukunft die Anlage aufwerten.

Jakob und Jonas buddeln wild drauflos

Für den Tag, den wir uns für unseren Besuch ausgesucht hatten, wäre der Sonnenschutz wirklich nötig gewesen, denn es war sehr heiß. Auf keinem der Geräte, außer der Rutsche, haben es Jakob und Jonas lange ausgehalten. Meine Jungs platzierten sich zu allererst im Sandkasten und buddelten wild drauflos. Allerdings stellten sie bald fest, dass man hier nicht wirklich tief graben kann. Nach etwa 25 Zentimetern stießen sie auf Stein, das war erst einmal äußerst interessant, denn so leicht wollte keiner der beiden aufgeben. Also versuchten sie mit Schaufel, Händen, Stöcken und Steinen, das Loch zu vergrößern. Da aber alle Versuche erfolglos blieben, gaben sie schließlich auf und zogen zur Schaukel weiter.

Gleich weiter zum nächsten Gerät

Jakob auf die normale Schaukel und Jonas auf die Babyschaukel, so einigten sich die zwei und wollten natürlich auch angeschubst werden. „Oh, das tut gut“, kommentierte Jakob den Wind in seinen Haaren, was vermutlich auch der Grund war, weswegen ich ihn anschubsen sollte, denn eigentlich kann er das inzwischen selbst, nur eben noch nicht so schwungvoll. Jonas war nicht mehr so angetan davon, dass er in der Babyschaukel sitzen sollte, und auch ich wollte nicht ewig in der Sonne stehen, also ging es weiter zum nächsten Gerät.

An der Wippe halten sie sich nicht lange auf

Die Wippe wirkt optisch recht neu, beim Benutzen fällt aber auf, dass sie im Gelenk schlingert, weswegen sie den Jungs eher suspekt war und die Reise zur Rutsche weiterging. Das Gerät ist so an den Berg gebaut, dass jedes Kind gut hinaufkommt. Es gibt keine Leiter, die für kleinere Kinder zu gefährlich sein könnte, und da sie das einzige Gerät im Schatten ist, wollten Jakob und Jonas hier auch gar nicht mehr weg. Hoch und runter, hoch und runter und zwischendurch mal ein paar Steinchen auf die Rutsche werfen, weil das bei Rutschen aus Metall so schön klingt – schon hatte ich zwei glückliche Kinder, deren Aufmerksamkeit nur noch kurzzeitig durch zwei vorbeieilende Rehe abgelenkt wurde, was die idyllische Lage der Anlage noch einmal unterstreicht.

Die zukünftige Planung ist vielversprechend

Der Spielplatz in Dossenbach ist schwer zu finden, liegt aber wirklich malerisch. Die Rutsche ist das einzige Spielgerät, das an heißen Tagen längere Zeit benutzt werden kann. Alles andere liegt leider in der prallen Sonne. Vermutlich sollte sich mal jemand die Wippe anschauen, ich denke nicht, dass das Schlingern so geplant ist. Die Auswahl an Geräten ist durchschnittlich, die Grundausstattung ist vorhanden, aber sonst bisher nichts. Die zukünftige Planung ist aber vielversprechend, und wir kommen auf jeden Fall gerne wieder, um uns die Neuerungen anzusehen.