Das Rathaus bleibt ab kommendem Freitag für gut eine Woche teilweise geschlossen. Betroffen sind das Einwohnermeldeamt, das Passamt, das Sozial- und Flüchtlingsamt, sowie das Bauamt. Grund dafür sind notwendigen Sanierungen im mehreren Räumen des Erdgeschosses.

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Seit 1997 keine grundlegende Sanierung

Seitdem das Rathaus im Jahr 1997 bezogen wurde, gab es in den Arbeitsräumen keine grundlegende Sanierung. Zwar wurde schon einmal der Anstrich der Wände erneuert, dies aber, ohne das Mobiliar dabei wegzuräumen. Da nun durch Abgabe und Neuordnung von Verwaltungsaufgaben – so ging das Standesamt nach Rheinfelden – etliche Räume umgestaltet werden müssen, treten die seinerzeit entstandenen Farbkanten deutlich zutage.

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Abgenutzt und völlig durchgetreten

Doch gewichtiger sind wohl die Fußböden. Der damals eingebaute Teppichbelag ist inzwischen entlang der meist begangenen Wege abgenutzt, an einigen Stellen sogar durchgetreten, sodass inzwischen spürbare Unebenheiten auftreten. Besonders deutlich sichtbar wird das in Bereichen mit Publikumsverkehr. „Uns geht es auch darum, langfristig den Pflegeaufwand zu verringern“, beschreibt Bürgermeisterin Christine Trautwein-Domschat. „Deshalb lassen wir jetzt Vinylbelag einbauen, der kann nass gereinigt werden, das geht schneller als der Staubsaugereinsatz.“

Datenverbindungen aus- und wieder einbauen

Für diese erste Bauphase wurden die Räume im Erdgeschoss ausgewählt, darunter auch die Arbeitszimmer von Larissa Spada, Leiterin der Bürgerdienste, und von Robert Keser, zuständig für das Ordnungswesen. Nun fragen inzwischen einige Einwohner, wieso das gesamte Erdgeschoss gesperrt werden müsse. Vor einigen Jahren waren solche Renovierungen sicherlich noch nicht so aufwändig wie heute, da wurden Möbel beiseite geräumt und schon war Platz. Heute aber, und das ist eben der weniger sichtbare, aber kompliziertere Aufwand, müssen die gesamten Datenverbindungen aus- und wieder eingebaut werden.

Mitarbeiter räumen tags zuvor alles aus

Am Donnerstag, 5. September, wird schon ausgeräumt. Dies erledigen die Mitarbeiter der Verwaltung in Eigenleistung. Dabei werden alle mit anpacken, auch jene die im Obergeschoss sitzen. Alle großen Möbel werden vorn im Foyer des Rathauses abgestellt, damit die Räume völlig frei sind. Der Gedanke, Container als Abstellräume aufzustellen, wurde gleich wieder fallen gelassen, denn das wäre für die kurze Zeit zu aufwändig.

Betrieb soll am 16. September wieder anlaufen

Sobald die Räume leer sind, reißt die beauftrage Firma die alten Fußböden heraus, dann wird gespachtelt und geglättet. Nach Anstrich der Wände schließlich wird der neue Belag aufgebracht. Am Freitag nächster Woche, und wenn es sein muss sein muss, auch am folgenden Wochenende, räumen die Mitarbeiter der Verwaltung wieder ein und bringen die Datensysteme zum Laufen. Ab 16. September soll der Normalbetrieb wieder anlaufen. Die Räume werden dann auch gleich für die neuen Anforderungen ausgestattet.

Die Angestellten sind am Telefon erreichbar

Deshalb werden die Einwohner gebeten, in der Woche von 9. bis 13. September Verständnis für die Einschränkungen im Rathausbetrieb aufzubringen. Aber auch während der Schließung bleiben die Mitarbeiter erreichbar unter Telefon 07762/522 00.

Dringende Fälle erledigt Rheinfelden

Dank der gut funktionierenden Verwaltungsgemeinschaft mit Rheinfelden können in dringenden Fällen Ausweise und Reisepässe in der Nachbarstadt beantragt werden. Der Aufwand für Renovierung und Umbau ist, wie die Bürgermeisterin sagte, nach mehr als zwei Jahrzehnten angebracht, auch um die Verwaltung auf die künftigen Aufgaben auszurichten. Das Obergeschoss soll nächstes Jahr erfolgen.