Schwörstadt Norbert Barthle bekennt sich zum Weiterbau der A 98

Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium macht sich in Schwörstadt und Minseln Bild der Lage

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Norbert Barthle, machte bei seinem Besuch am Hochrhein auch in Schwörstadt Station. Im dichten Graupelschauer versammelten sich um 10.45 Uhr die Teilnehmer um den parlamentarischen Staatssekretär in der problematischen Schwanen-Kurve. Bürgermeister Artur Bugger als Hausherr musste nicht weit ausholen, um das Dilemma aufzuzeigen, das ihn seit 31 Jahren für die Autobahn arbeiten lässt: „Wir brauchen in Schwörstadt eine schnelle Lösung, es ist unerträglich,“ sagte er. Im Motorenlärm des endlosen Bandes aus Autos und Lastwagen musste er nicht viel Überzeugungsarbeit dafür leisten, dass Schwörstadt ein massives Verkehrsproblem hat. Als erhofften Lichtblick verstanden die Teilnehmer, die Botschaft Barthles. Die „hochkritische Situation“ hat der parlamentarische Staatssekretär erkannt, das Verkehrserlebnis bezeichnete er als „eindrucksvoll“. Sein Signal: „Wir präferieren den Ausbau als Autobahn“ mit einer „machbaren und kostengünstigen Lösung“. Überersetzt für den mit Spannung am 16. März erwarteten Bundesverkehrswegeplan veröffentlicht wird, lässt sich die Aussage so interpretieren, dass die Bergtrasse im vorangigen Bedarf als Autobahnplanung verfolgt wird.

Barthle machte aber deutlich, dass die komplizierte Topgrafie über den Dinkelberg eine technisch anspruchsvolle Lösung bedeutet. Die Linie im Ministerium in Berlin auch für Schwörstadt hieß: Verkehr möglich zu machen und die Mobilität zu erleichtern.

Für die BI A98 „Bürger in Not“ brachte Klaus Renkawitz zur Sprache, was vor Ort drückt. Er forderte unter Applaus, dass es mit dem Autobahnabschnitt fünf „nahtlos weitergehen muss“. CDU-Bundestagsabgeordneter Armin Schuster, der sich für diesen Ortstermin im Vorgriff auf den Bundesverkehrswegeplan schon im vergangenen Jahr bemüht hat, dankte Barthle für das „deutliche Signal“ und bekräftigte für die Region, dass die Autobahn gewünscht ist und schnell gebaut werden müsse.

Der nächste Ortstermin zur A 98 auf der Politikertour lag 15 Kilometer weiter auf Minsler Gemarkung im Bereich der Baustelle für den Tunnel Herrschaftsbuck im Abschnitt 4. Das Projekt befindet sich in der konkreten Umsetzung. Bagger und Lastwagentransportieren Erde ohne Unterlass. In einem Unterstand im Freien gibt es eine Projektbesprechung anhand der Planung. Anders als die BI in Schwörstadt, die uneingeschränkt für die Autobahn eintritt, gesellen sich auf dem Dinkelberg mit der BI Tunnel Karsau-Minseln Bürger hinzu, die nicht gegen die Autobahn sind, sie protestieren aber dagegen, das die Trasse so gebaut wird, wie sie in der Planfeststellung vorbereitet wird.

Knackpunkt ist eine 80 Meter Überdeckelung zum Schutz für Landschaft und Mensch. In einem erweiterten Teilnehmerkreis mit Ulrich Hoehler vom Landratsamt Lörrach, Oberbürgermeister Klaus Eberhardt (Rheinfelden) und Dieter Bollinger vom Baureferat Süd ging es somit um eine schwierige Gemengelage. Eberhardt und Schreiner bekräftigten, dass der Autobahnbau in der Region gebraucht werde im Wirtschaftsraum zur Nordschweiz. Dass das gesamte Gebiet als „hochbelastete Strecke“ zu sehen ist, sah der parlamentarische Staatssekretär auch so. Er zeigte sich erfreut über die Arbeiten für den Herrschaftsbucktunnel, der 2020 in den Verkehr gehen soll mit zwei Röhren und drei Fahrbahnen. Dem Anliegen des OB, „mehr als einen Fuß in der Tür“ zu haben mit der Überdeckelung im nächsten Abschnitt Minseln-Karsau, erteilte Norbert Barthle allerdings Dämpfer. Er belehrte auch BI-Sprecher Uwe Tittmann, der einen Schutz über mehrere 100 Meter forderte und darauf baut, dass aus 80 Metern in der Planfeststellung „mehr wird“, „dass die rechtlichen Grundlagen“ dafür nicht mehr hergeben. Die 80 Meter sah auch Armin Schuster bereits als „politisches Bekenntnis“.

Barthle zeigte aber Verständnis für das Anliegen und hielt, um einen längeren Tunnel zu erreichen, im weiteren Verlauf eine Finanzierungsvereinbarung von Bund und Land zumindest für „denkbar“.

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