Ein aufmerksamer Verkehrsteilnehmer teilte dem Polizeirevier Rheinfelden am Dienstagabend mit, dass seit etwa drei Stunden ein regungsloser, aber lebendiger "Adler" an der Bundesstraße 34 zwischen dem "Blauen Bock" und Schwörstadt sitze. Vor Ort erwies sich der beschriebene Vogel weniger als "Adler", sondern vielmehr als stattlicher Mäusebussard. Dieser schien infolge einer Flügelverletzung nicht unerhebliche Probleme beim Abheben zu haben.

Da es den Polizeibeamten leider nicht möglich war, in der Kürze der Zeit dem betroffenen Vogel eine Fürsorge mit seiner Leibspeise "Feldmäuse" zuteil werden zu lassen, wurde zur Unterstützung ein Mitarbeiter des Tierheimes in Rheinfelden hinzugezogen. Nach dessen Eintreffen wurde ein Beamter in die hohe Kunst der Falknerei eingewiesen und wagte sich sogleich – mit einer roten Steppdecke bewaffnet – an das todesmutige Unterfangen, den "Adler" einzufangen.

Dies gelang ihm schon beim ersten Anlauf, sodass der Bussard an das Tierheim übergeben werden konnte und somit hoffentlich einer alsbaldigen Genesung entgegensieht.