Gefühlt startete der Sommer 2018 schon im April, als die Temperaturen zur Monatsmitte die 25-Grad-Marke fünf Tage in Folge überschritten hatten. Auch der 2,2 Grad Celsius (°C) zu warme Mai erinnerte eher an einen Sommermonat.

Mit 69 Sommertagen (Norm 41,4 Tage) davon 37 Hitzetage (Norm 11,6 Tage) und einem Temperaturüberschuss von 2,6°C war der Sommer 2018 nach dem Rekord-Hitzesommer 2003 der zweitwärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor mehr als 150 Jahren. Nach 2003 und 1983 war der diesjährige Sommer mit einem Sonnenscheinüberschuss von 133,20 Stunden der drittsonnigste und mit einem Niederschlagsdefizit von 142,8 Liter pro Quadratmeter (l/m²) der dritttrockenste seit 1966.

  • Der Juni: Mit einem Sonnenscheinüberschuss von 49 Stunden war es mit nur einem Viertel des normalen Juniniederschlages der zweitniederschlagsärmste und mit einer positiven Temperaturabweichung von 2,1°C der viertwärmste Juni der letzten 53 Jahre. Laut Meteo Schweiz war es in der Region der fünft-mildeste seit Aufzeichnungsbeginn 1864. Während das trockene Wetter den Sonnenanbetern ein Lächeln bescherte, trieb es Landwirten und Gärtnern eher Sorgenfalten auf die Stirn.
  • Der Juli: Zu sonnig, zu warm und erneut viel zu trocken – bis zum jetzigen Zeitpunkt passt die Siebenschläferregel auf den Punkt. Der Juli war in Schwörstadt 1,3°C wärmer als der Juli des Rekord-Hitzesommers 2003. In dem gegenüber der Norm von 1980 bis 2010 2,5°C zu warmen und 51 Stunden zu sonnigen mittleren Sommermonat fiel mit 46 l/m² nicht einmal die Hälfte (42 Prozent) des langjährigen durchschnittlichen Juliniederschlages. Während im vieljährigen Mittel (1981 bis 2010) in Schwörstadt an 51,4 Tagen Temperaturen über 25 Grad (Sommertag) erreicht werden, wurde diese Marke bereits am 17. Juli überschritten.
  • Der August: Der 2,9°C zu warme und 35 Stunden zu sonnige August war nach dem August 2003 der zweitwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen 1966. Mit einem Niederschlagsüberschuss von 1,8 l/m² war es jedoch der einzige Sommermonat der nicht viel zu trocken war.

Pünktlich zum Start in den meteorologischen Herbst beendete ein Gewitter mit Starkregen die Hitzeperiode und läutete den Spätsommer ein.