Die Saison ist zu Ende. Das Schwimmbecken, der Kinderplanschbereich und die Liegewiese im Rheinschwimmbad sind vereinsamt, Eingangstor und Kiosk geschlossen. Vom 12. Mai an hat Betriebsleiter Bekim Djemaili bis 20 Uhr abends aufgemacht, wenn die Temperaturen mindestens 20 Grad betrugen. „Dies Jahr war besseres Wetter als letztes Jahr, also bin ich zufrieden“, meint er.

Die genauen Besucherzahlen kennt der Betriebsleiter nicht. Djemaili meldet sie an Schwimmbadpächter Hans van der Vliet. „Im Juli hatten wir an manchen Tagen 800 Besucher“, erklärt Djemaili. Von den Badegästen bekommt er generell ein gutes Feedback, auch für das Angebot und den Service des Kiosks. Seitens der Gemeinde wünscht sich Djemaili mehr Unterstützung, um die Attraktivität des Bades zu steigern.

An Ideen mangelt es ihm nicht. Sein Konzept möchte er erst noch mit Bürgermeisterin Christine Trautwein-Domschat besprechen. Djemaili ist seit drei Jahren Betriebsleiter und der Pächter des Kiosks, für zwei Jahre läuft der Vertrag noch. Ob er verlängern wird, weiß er noch nicht, dass ist abhängig, wie sich die Diskussion um das Schwimmen im Rhein entwickelt.

Ärger mit Zaun

Mit dem Errichten des Zaun waren die Besucherzahlen zurückgegangen. „Der Zaun macht uns fertig“, meint er. Schwimmbadpächter van der Vliet meint, dass es auf der Einnahmenseite besser geworden sei. Die Besucherzahlen kann er nicht genau benennen, da es viele treue Stammkunden mit Saisonkarte gibt, deren Eintritte nicht gezählt werden. Anhand der Einnahmen schätzt er, dass es 20 Prozent mehr Besuche als im vergangenen Jahr waren.

„Mit dem Zaun ist es wirklich kompliziert“, meint Djemaili, der den Badbesuchern den Wiedereintritt gestattet, wenn sie das Bad verlassen, um im Rhein zu schwimmen. Er wünscht sich, dass die Diskussion um das Baden im Rhein ein Ende findet. Sein Vorschlag, ein Drehkreuz im Zaun nahe dem Fluss einzubauen, durch das die Badegäste mit einem Chip raus und wieder rein könnten, war bei der Gemeinde auf Ablehnung gestoßen. „Wegen des Zauns habe ich jeden Tag Beschwerden“, sagt Djemaili. Er hofft, dass schnell eine Lösung gefunden wird.

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