Schwörstadt Gemeinde sucht Lösungen wegen Belastung durch die B 34

Landrätin Marion Dammann hört sich im Gemeinderat die Sorgen und Nöten der Bewohner von Schwörstadt wegen der Verkehrsbelastung an der B 34 an.

Hohen Besuch hatte der Gemeinderat in seiner Sitzung am Mittwochabend. Auf Einladung von Bürgermeisterin Christine Trautwein-Domschat waren Landrätin Marion Dammann und Nina Gregotsch, die stellvertretende Leiterin des Dezernats Mobilität, Umwelt und Strukturpolitik im Landratsamt, zum Gespräch gekommen. Im Mittelpunkt stand die Belastung der Gemeinde durch die B 34.

Schwörstadt, so erklärte Christine Trautwein-Domschat eingangs, habe einen Antrag auf ein Gemeindeentwicklungskonzept gestellt, um die Gemeinde voranzubringen. Dieses werde vom Landkreis mit 50 Prozent unterstützt. Konkrete Fragen der Bürgermeisterin an die Landrätin betrafen die Belastung der B 34 und die Schnelligkeit beim Autobahnbau (siehe untenstehenden Text). „Wir brauchen auf der B 34 Lösungen für die Bürger und für die Schulkinder, damit sie besser über die Straße kommen.“

Ein Problembereich liege am westlichen Ortsausgang. Nahversorgung, Gemeinschaftsunterkunft, die Straße nach Dossenbach, zwei Bushaltestellen und der Weg zum Bahnhof befinden sich in diesem Bereich, jedoch keine gesicherte Querungsmöglichkeit. „Mit Kinderwagen oder Rollator ist es dort schier unmöglich, über die Straße zu kommen“, befand Christine Trautwein-Domschat und plädierte für eine Fußgängerampel westlich des Abzweigs nach Dossenbach oder beim Abzweig Römerstraße.

Problematisch sei auch der Bereich beim Rathaus. Zwar bestehe dort eine Fußgängerampel, allerdings sei der Gehweg sehr schmal und der Luftzug von vorbeifahrenden Lkw insbesondere für die an der Bushaltestelle wartenden Schulkinder eine Gefahrenquelle. „Hier müsste der Verkehr langsamer fließen“, befand Trautwein-Domschat. Im weiteren Verlauf der Hauptstraße regte sie an, die bestehende Fußgängerampel bei der Volksbank aufzulösen und in den Bereich der Schwanenkurve zu versetzen. Für Fragen zu Fußgängerüberquerungen seien die Verkehrsbehörde und das Regierungspräsidium zuständig, erklärte Nina Gregotsch und verwies auf die Verkehrsschau im ersten Quartal 2018. Die gesamte Straße müsse betrachtet werden unter den Gesichtspunkten, was ist möglich und wie sehen die Regelwerke aus. Aber natürlich sei es legitim, die Probleme im Vorfeld zu benennen.

Wenig Hoffnung konnte Gregotsch der Gemeinde auf eine schnelle Realisierung des Radweges von Niederdossenbach nach Dossenbach machen. Im Radwegkonzept des Landkreises bis 2020 habe das 0,9 Kilometer lange Teilstück nicht die erste Priorität, sodass momentan wenig Hoffnung auf den Bau des Wegs bis 2020 bestehe.

Und was ist mit der A 98?

„Mit dem Thema A 98 sind wir überhaupt nicht zufrieden“, erklärte Landrätin Marion Dammann in der Gemeinderatssitzung am Mittwoch und versicherte, die Entlastung der Gemeinde sei die Zielsetzung des Landkreises und des Regionalverbandes. „Wir hoffen, alles schneller hinzubekommen als angedacht“, erklärte sie. Der Regionalverband arbeite eng mit den Landkreisen Lörrach und Waldshut zusammen bei der Frage, welche Lösung könne am schnellsten durchgesetzt werden, damit die Entlastung kommen kann. „Ich bin da eine Treiberin ohne Ende“, versicherte Dammann.

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