Betreten dürfen die Kinder das Rheingrundstück nur durch das selbstgebaute Tipi-Zelt, schließlich handelt es sich beim diesjährigen Ferienprogramm des Musikvereins um einen „Indianer-Treff“.

Auf die Indianer spetzialisiert

„Da das Handharmonika-Orchester ebenfalls ein musikalisches Projekt anbietet, haben wir uns eben auf Indianer spezialisiert“, erklärt Judith Frank, die mit Steffi Klomki, Lena Schlageter und Christina Schäuble die Aktion organisiert hat.

19 Kinder freuen sich darauf

Die Vorfreude ist den 19 Kindern anzumerken, schon im Vorfeld toben sie über das grüne Rheingrundstück östlich vom Clubgelände der Hochrheinsegler. „Wir sehen doch noch gar nicht aus wie Indianer“, ruft Frank die Kinder zusammen. Theaterschminke, zu verzierende Indianer-Stirnbänder und die Kreativität der Kinder ändern dies innerhalb weniger Minuten. „Judith, schreibt man Indianer mit ie?“, tönt es von einem Mädchen, während auf der anderen Seite ein Junge seine Häuptlingsschminke gegenüber einem Freund rechtfertigt: „Ich bin alles, was ich sein will!.“

Kinder für Musik begeistern

Über das bunte Treiben und Kindergelächter freut sich Klomki: „Es ist wichtig, die Kinder früh zum Ausleben ihrer Kreativität anzutreiben.“ Außerdem gehe es darum, die Kinder für Musik zu begeistern, da sie die geistige Entwicklung fördere. Daher wird an diesem Nachmittag sehr viel Musik gemacht, besser gesagt: getrommelt. Die Kinder verwenden dazu Eimer, mit denen sie zuvor schon bei einer abgeänderten Version des Spiels „Reise nach Jerusalem“ gespielt haben.

Thema: Da steckt Musik drin

„Das Thema des heutigen Tages ist: Da steckt Musik drin.“ Damit lud Frank die neugierigen und begeisterten Kinder zum Entdecken der Instrumente ein. „Ne, da ist nichts drin“, findet ein Junge, doch sein Einwand geht schnell unter in den vielen Klängen, die die Kinder den umfunktionierten Eimern entlocken. „Die Kinder halten die Eimer umgekehrt, leicht schräg und schlagen so drauf „als wäre es eine heiße Herdplatte“, weist Frank an.

Sie üben gleich zwei Lieder ein

Nachdem sie den Schülern den Unterschied zwischen Tief- und Randschlag erklärt, werden zwei Lieder eingeübt, die als Kanon und kombiniert gespielt werden. „Sie lernen wirklich schnell“, zeigt sich Frank begeistert. Anschließend werden die Instrumente mit Federn, Sternen und Glitzer beklebt.

Ausklingen lassen die Indianerfreunde den Nachmittag am Lagerfeuer mit Würstchen – und natürlich dürfen auch die neuen Trommeln nicht fehlen, mit denen fleißig weitermusiziert wird.