Die Wetterstation des Schwörstädter Wetterexperten Helmut Kohler wandert weiter. Das Landratsamt hat einen neuen Standort genehmigt, bald steht die Anlage am Hochbehälter-Grundstück der Gemeinde auf dem Ossenberg. Der bisherige Standort am Ortseingang-West, den Kohler als „optimal“ bezeichnet, wird nach 17 Jahren aufgegeben, weil dort in der Nähe ein Gewerbehalle entsteht, die mit 14 Meter Höhe andere Messdaten als im freien Gelände liefern würde.

Stationsmodul ist installiert

Die neue Umgebung wirft keinen Schatten, der die Messdaten verfälschen würde. Nachdem zum Datenabgleich zunächst ein Stationsmodul montiert wurde, zieht die komplette Station in den nächsten Tagen um. Das Aprilwetter wurde noch am alten Standort gemessen. Mit zwei Tagen Schneefall und der höchsten Schneedecke des gesamten Winters 2018/2019 war die erste Aprilhalbzeit um 1,7 Grad zu kühl. Pünktlich zu Ostern werde Hoch „Katharina“ nach den aktuellen Wettermodellen jedoch Bilderbuch-Frühlingswetter bescheren, so Kohler. Mit etwa 20 Grad startet ab Gründonnerstag der Frühling durch. Und es soll noch wärmer werden: Bei einer maximalen Sonnenscheindauer von etwa 13 Stunden steigen die Temperaturen über die gesamten Ostertage auf deutlich über 20 Grad an, so die Prognose.

Am Ostersonntag oder -montag könnten die Temperaturen sogar dicht am ersten Sommertag (ab 25 Grad) kratzen. Mit der Bildung von Quellwolken sind jedoch speziell auf dem Bergland lokale Schauer möglich.

Vergangene Ostern nicht so toll

Im vergangenen Jahr war von so einem perfekten Osterwetter nur zu träumen, erinnert Kohler. Über die Ostertage fielen knapp sieben Liter Regen pro Quadratmeter, am Karsamstag stieg die Temperatur nur auf 8,3 Grad an und am Ostermontag gab es mit minus 0,8 Grad sogar Frost.

Vergleich kann interressant sein

Der Ostertermin fällt bekanntlich immer auf das Wochenende nach dem ersten Frühlingsvollmond und somit zwischen den 22. März (frühester Termin) und den 25. April (spätester Termin). Eine wissenschaftliche „Klimatologie des Osterfestes“ ist deshalb im Gegensatz zur „Weiße-Weihnachten-Statistik“ nicht aussagekräftig, teilt Kohler mit. Dennoch kann ein Vergleich der Osterwetter-Verhältnisse zu den vergangenen Jahren interessant sein.

Daten zu Ostern

Osterwetter-Extreme seit 1997: Von Ostersamstag auf den Ostersonntag, 12. April 1998, fielen bei minus 0,4 Grad zehn Zentimeter Nassschnee. Mit minus fünf Grad und einer Schneedecke von 11,5 Zentimetern gab es am Ostermontag, 24. März 2008, die tiefste Oster-Temperatur und die höchste Oster-Schneedecke. Das wärmste Osterwochenende gab es im Milleniumjahr, mit 27,3 Grad am Ostersamstag, 22. April 2000.

Osterwetterstatistik seit 1997: Schönwetter: vier Mal (2002, 2007, 2009, 2011); Regen:18 Mal Schnee: fünf Mal (1997, 1998, 2001, 2008, 2013); Gewitter: vier Mal (2003, 2005, 2010, 2017); Temperaturen: durchschnittlich maximal 16,7 Grad, minimal 2,1 Grad