Dem Sommer war wohl nicht bewusst, dass schon September war, denn mit 18 Sommertagen (Norm 4,6 Tage), davon fünf Hitzetage (Norm null Tage) war der erste Herbstmonat gegenüber der Normwertperiode von 1981 bis 2010 2,9 Grad Celsius (°C) zu warm, 58,40 Stunden zu sonnenscheinreich und 64,4 Liter pro Quadratmeter (l/m²) zu trocken. In unserer Region ist es nach 1947 und 2016 der drittwärmste September seit Aufzeichnungsbeginn vor über 150 Jahren.

Start mit einem Kaltlufttropfen

Pünktlich zum meteorologischen Herbstanfang startete der September mit einem Kaltlufttropfen und Tief „Xenia“ frühherbstlich frisch und sonnenscheinarm. Hoch „Ortwin“ sorgte ab dem 4. September mit trockener Festlandsluft für viel Sonnenschein und steigende Temperaturen. So hatten wir am 4. September mit 25,7°C den ersten Sommertag (ab 25°C) des Monats und ein Tag später stieg die Temperatur auf spätsommerliche 28,4°C an. Tief „Yu“ brachte uns am 6. September vorübergehend 0,4 l/m² Regen und tiefere Temperaturen bevor es ab dem 7. September unter dem Einfluss der Hochs „Perryman“ und „Quirin“ mit viel Sonnenschein wieder sehr warm und trocken wurde. Für die noch geöffneten Freibäder gab es nach den Schulferien durchaus noch lukrative Tage, denn am 11. September mit 30,9°C und am 12. September mit 32,3°C hatten wir zwei sehr seltene September-Hitzetage (ab 30°C).

Der Sommer gibt sich nicht so leicht geschlagen

Tief „Anthea“ schwächte am 13. September mit 6,4 l/m² Regen die immer noch anhaltende Trockenheit nur leicht ab. In der ersten 3,6°C zu warmen Septemberhälfte fiel mit 8,8 l/m² erst neun Prozent des langjährigen Septemberniederschlages und die Sonne schien an 110 Stunden schon 64 Prozent des Septembersolls. Der gefühlt ewig anhaltende Sommer 2018 gab sich auch in der zweiten Septemberhälfte noch nicht geschlagen, denn nach den nur kurzzeitig tieferen Temperaturen wurde es dank Hoch „Rodegang“ mit viel Sonnenschein von Tag zu Tag wieder wärmer. Das einzige was an den Herbst erinnerte, waren vereinzelte morgendliche Nebelfelder. Am 18., 19. und 20. September verzeichneten wir sogar drei weitere Hitzetage in Folge.

Kaltfront beendet sommerliche Witterung

Nach nochmals warmen 27,8°C stellte Tief „Helene“ am Abend des 21. September mit kühlerer Meeresluft und 4,4 l/m² Regen die Weichen auf Herbst. Pünktlich zum astronomischen Herbstbeginn bekamen wir mit „Fabienne“ am Abend des 23. September den ersten diesjährigen Herbststurm. Im Gegensatz zu vielen Regionen war „Fabienne“ bei uns mit Böen um 60 Stundenkilometer und 11,6 l/m² Regen gnädig und verursachte keine Schäden, aber die Kaltfront beendete endgültig die sommerliche Witterung.

18 Sommertage mit über 25 Grad Celcius

Die letzte Septemberwoche zeigte sich unter Regie des Hochs „Schorse“ ruhig, sehr sonnig und bis auf die letzte Septemberstunde mit 2,8 l/m² Regen trocken. Mit rund zehn Grad kühleren Tageswerten pendelten sich die Temperaturen auf jahreszeitlich übliche Werte ein. In sternenklaren Nächten wurde es ordentlich kalt, so hatten wir am Morgen des 25. September mit 3,8°C die tiefste Temperatur seit dem 11. April. Am 26. September wurde bereits die normale Jahres-Sonnenscheindauer übertroffen und am 27. und 28. September konnten die Menschen in der Region bei herrlichem Altweibersommerwetter sogar noch den 17. und 18. Sommertag mit über 25°Celsius des Monats genießen.