Nach der teils emotionalen Diskussion um die Verkehrs- und Lärmprobleme in Enkenstein und Langenau am vergangenen Montag und der mitunter deftigen Kritik an den Behörden – Landratsamt und Regierungspräsidium (RP) – seitens einiger Räte, hat nun der Grünen-Landtagsabgeordnete Josha Frey Partei für die lärmgeplagten Anwohner ergriffen.

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In einem Schreiben an Landrätin Marion Dammann und Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer hakt Frey nach, wie weit die Behörden sich überhaupt mit der Resolution beschäftigt haben, die der Gemeinderat im Januar verfasst hatte mit dem Ziel, Bewegung in die Sache zu bekommen. Passiert war bekanntlich – deshalb auch der Ärger am Montag im Rat – nichts. Im Gegenteil: Das Regierungspräsidium hatte den Schopfheimer Wunsch nach Tempo 30 in Langenau abgelehnt. Frey erkundigt sich nun nach den Gründen: Insbesondere die Belastung durch Verkehrslärm – „sei es durch Schwerlaster oder durch Motorräder“ – bewege „zu recht zunehmend die Bevölkerung in verschiedenen Städten und Gemeinden des Landkreises“, schreibt Frey. Der Abgeordnete will vom Landratsamt vor allem wissen, inwieweit der Vorschlag für Geschwindigkeitsbeschränkungen auf den Kreisstraßen K 6352 und K 6339 in den Ortsdurchfahrten von Kürnberg und Gersbach sowie in Raitbach und Schweigmatt bereits umgesetzt wurde. „Falls bisher noch nicht umgesetzt, welches sind die Gründe hierfür und welchen Bearbeitungsstand haben die Maßnahmen?“, hakt Frey nach. Darüber hinaus will der Abgeordnete wissen, welche „kurz- und mittelfristigen Maßnahmen“ geplant sind, um die Verkehrsbelastung in puncto Sicherheit und Lärm weiter zu reduzieren.

Auch zur L 139 mit den Ortsdurchfahrten Langenau und Enkenstein fragt Frey, inwieweit sich das Landratsamt mit den Schopfheimer Vorschlägen überhaupt befasst habe. Vom Regierungspräsidium will Frey darüber Auskunft, warum sich bisher hier noch nichts getan hat – und wie es mit der Schließung der Radweg-Lücke zwischen der Abzweigung zur Deponie und Enkenstein aussieht.

Vom RP will der Grünen-Politiker darüber hinaus wissen, welche kurz- und mittelfristigen Lösungsansätze es für die Lärm- und Verkehrsprobleme ganz grundsätzlich gibt.