Mit ihrem Haus ist auch ihr Mobiliar zerstört worden: Die Wiechser Familie, deren Haus in der Nacht auf Dienstag ein Raub der Flammen wurde, hat zwar Obdach gefunden – im Moment ist sie in einer Ferienwohnung einquartiert, bald kann sie in eine freiwerdende Wohnung einziehen. Jedoch konnte sie von ihrem Hab und Gut nichts retten. Jetzt ist ein Spendenkonto eingerichtet worden, damit sie für die neue Bleibe das Nötigste anschaffen kann.

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Immer wieder stockt die Stimme der Mutter, als sie am Telefon von den Erlebnissen der Brandnacht und den Tagen danach erzählt. Der Schock – er sitzt tief. „Das ging so rasend schnell. In zehn Minuten war alles in Flammen.“ In der Brandnacht selbst sei es gar nicht möglich gewesen, wirklich zu begreifen, was da passiert sei. „In der Nacht selbst haben wir nur funktioniert – jetzt mit etwas Abstand schaut man zurück und denkt: Wahnsinn.“ Wie berichtet, war das Feuer kurz nach Mitternacht in einer angrenzenden Scheune ausgebrochen, es zerstörte das Einfamilienhaus komplett, die Feuerwehr hatte keine Chance, es zu retten, die Polizei schätzt den Schaden auf rund 750.000 Euro.

Aufruf von Bürgermeister Harscher

„Für mich das Wichtigste war, dass die Kinder schnell rauskommen. Im Haus selbst war ja erst kein Feuer – wir haben nichts gerochen. Dann aber ging es ganz schnell. Ein paar Minuten später, und wir wären womöglich nicht mehr herausgekommen.“ Derlei Gedanken beschäftigen sie im Moment sehr. So sei es auch schwer zu sagen, was die fünfköpfige Familie – vier hielten sich in der Nacht im Haus auf – jetzt am Dringendsten benötige. Kleidung erhielt sie vom DRK. Auch hätten schon ganz viele Menschen das eine oder andere angeboten. „Manche geben uns ihr eigenes Kopfkissen.“ Für diese Hilfsbereitschaft ist die Familie überaus dankbar – sie musste aber Sachspenden jetzt stoppen. Das Problem: „Wir wissen nicht wohin mit dem Material, da wir jetzt erst einmal in einer Ferienwohnung sind.“

Auch wisse sie gar nicht so genau, was sie an Mobiliar für die Wohnung, die sie dann in einigen Tagen voraussichtlich beziehen können, benötigt wird. „Vermutlich Betten, Matratzen und einen Herd für die Küche, also eine Grundausrüstung.“ Denn es ist wohl ziemlich klar, dass „es in unserem Haus wohl nichts gibt, was wir noch nutzen können“. Alles sei unter Wasser gestanden „und riecht furchtbar nach Verbranntem“. So habe Schopfheims Feuerwehrkommandant Steffen Hofmann zwei Plüschtiere für den jüngsten Sohn rausgeholt. „Aber selbst nach drei Mal waschen ist der Geruch nicht zu ertragen.“ Aus all diesen Gründen entschied sich die Familie, ein Spendenkonto einzurichten. Die Stadt Schopfheim beziehungsweise Bürgermeister Dirk Harscher unterstützen die Aktion. In einer Pressemitteilung wird auf das Spendenkonto hingewiesen.

Das Spendenkonto ist bei der Sparkasse Wiesental eingerichtet. IBAN: DE18683515570003424413Verwendungszweck: „Spende Hausbrand Wiechs“