Schopfheim (vfsw) „Wir hoffen sehr darauf, dass das Schopfheimer Schwimmbad öffnen kann und dass wir am 3. Juli den dann zwölften Schopfheimer Sparkassen-Triathlon ausrichten können“. Das sagt Hubert Klemm, Trainer und Macher der Triathletinnen und Triathleten der TSCH Langenau. Das Großevent, das im vergangenen Jahrzehnt jeweils über 300 Athletinnen und Athleten nach Schopfheim lockte, werde, wenn denn eine Genehmigung erfolgt, aber anders ablaufen wie aus der Vergangenheit gewohnt.

Er habe dem städtischen Ordnungsamt ein ausgeklügeltes Hygiene-Konzept vorgelegt und sei des Weiteren mit dem Baden-Württembergischen Triathlon-Verband übereingekommen, das Schopfheimer Event zum Start für den nach einem Jahr Corona-Pause wieder angedachten „BW-Nachwuchscup“ zu machen, erläutert Klemm. „Wir haben viel Arbeit in die Vorarbeiten, vor allem das Hygienekonzept gesteckt und gehen davon aus, dass diese die Behörden überzeugt“, sagt er. So wird aus Abstands- und Hygienegründen kein Massenstart zum jeweiligen Triathlon-Wettbewerb erfolgen, sondern die Sporttreibenden sollen im Zehn-Sekunden-Abstand ins Schopfheimer Schwimmbad-Wasser springen. „Dadurch entzerrt sich das Ganze,“ hält Klemm fest. Wobei Wermutstropfen für ihn ist, dass so kein echter Wettkampf im Sinne eines Rennens stattfindet, sondern man die voraussichtlichen Ergebnisse nur über die digitale Zeitmessung verfolgen kann.

Beim Schwimmen kommt für Klemm ein anderes Problem für die Triathletinnen und -athleten hinzu. Dass in den vergangenen Monaten kaum oder gar nicht in (Hallen)-Bädern trainiert werden konnte. Deshalb werden die Schwimmstrecken auch verkürzt. Das Radfahren im Anschluss sowie das abschließende Laufen sei gut machbar, sowohl in Sachen Vorbereitungstraining wie auch im konkreten Wettbewerb. „Abstand halten ist da kein Problem“, so Klemm.

Man habe im Vorfeld eben wegen der Schwimm-Problematik auch erwogen, aus dem Triathlon einen Duathlon, also nur mit Radfahren und Laufen, zu machen. „Wir sind aber Triathleten und wollen, wenn schon, denn schon unseren Sport auch komplett ausüben“, findet Hubert Klemm. Sollte ein Genehmigung der Veranstaltung unter diesen Bedingungen erfolgen, würde sie wegen der verzögerten Startzeiten zum Ganz-Tages-Anlass werden. Eine Herausforderung auch für die rund 100 Helfenden aus der TSCH Langenau. „Aber wir alle sind hoch motiviert, endlich wieder unseren Sport austragen zu können“, betont der Motor der Triathletik-Abteilung in der TSCH Langenau. Im Übrigen gibt er seine Hoffnung nicht auf, „dass Ende Mai das Schopfheimer Freibad öffnet.“

Mit seinem Trainer-Stab konnte Hubert Klemm Laufen vor allem mit den U14-Nachwuchs-Cracks mit Abstand üben – auf Strecken in der Umgebung der Stadt. Und Radfahren war und ist ebenfalls auf vielen Routen möglich. Im harten Lockdown und für die älteren Aktiven gab es übrigens internet- und video-gestützte Trainingsangebote, erläutert Hubert Klemm. Klemm ergänzt noch, dass die Sponsoren des Triathlon, allen voran die Sparkasse Wiesental, ihre Unterstützung für das im vorigen Jahr abgesagte Ereignis zugesichert hätten. „So ist das finanzielle Risiko überschau- und kalkulierbar“, meint der erfahrene Triathlon-Macher.