Das Problem mit der Radon-Belastung in Schule und Kindergarten in Gersbach ist offenbar nahezu gelöst. Das erklärte Ortsvorsteherin Ann-Bernadette Bezzel in der Sitzung des Ortschaftsrats am Mittwoch. Bei mehreren Bohrungen saugen Spezialgeräte das gesundheitsgefährdende Edelgas unter dem Boden der Gebäude ab.

Ortsvorsteherin Ann-Bernadette Bezzel gab in der Sitzung bekannt, dass das Radon-Problem in den Räumen des Kindergartens und der Schule voraussichtlich gelöst sei. Die Stadt hatte einen Fachmann mit Nachmessungen beauftragt. Dieser, so erklärte Bezzel am Montag auf Nachfrage, hatte im Februar eine mehrwöchige Dauermessung mit „Aktivmessgeräten“ vorgenommen.

Die Messgeräte wurden in verschiedenen Räumen des Kindergartens, der Schule und in der Schulturnhalle aufgestellt. Die Geräte bestätigten erhöhte Radonwerte im Kindergarten und der Schulturnhalle. Der Fachmann hatte im Anschluss an die Dauermessung eine sogenannte Schnüffelmessung durchgeführt, um die Eintrittspfade des Radons im Gebäude zu finden.

Dafür wird ein Messgerät verwendet, das mit einem kleinen Plastikschlauch aus Rissen oder Abflüssen im Boden die dort vorhandene Luft ansaugt und die Konzentration der Radon-Zerfallsprodukte misst. Nach Auswertung der Messergebnisse wurde eine Spezialfirma mit der Sanierung beauftragt. „Aufgrund der Voruntersuchungen hat man sich für die Installation zweier Absauggeräte entschieden, welche das Radon unter dem Gebäude an mehreren Stellen absaugen, so dass das Radon gar nicht erst in das Gebäude gelangen kann“, schreibt Bezzel in einem Artikel im „Gmeiblättli“. Bei einem Ortstermin wurden die Absaugpunkte und die Positionierung der Absauggeräte sowie der Entlüftungsrohre festgelegt. Derzeit laufen die Kontrollmessungen. „Es muss aber noch nachgemessen werden und geschaut werden, ob man noch nachjustieren muss“, so Bezzel.

Im Januar war bei routinemäßigen Messungen bekannt geworden, dass sich das Edelgas in Räumen von Schule, Kindergarten und kleiner Turnhalle in höherer Konzentration angesammelt hatte. Radon gilt als krebserregend.