Wie schon im ersten Coronajahr 2020 geht auch in dieses Mal der „Offene Weihnachtsabend“ wieder auf Tour. Etwa 15 Ehrenamtliche von den evangelischen und katholischen Kirchengemeinden in Schopfheim und Maulburg, vom SKM Landkreis Lörrach und vom Diakonischen Werk werden an Heiligabend einsame Menschen in Schopfheim und dem Wiesental besuchen, um ihnen ein kostenloses Weihnachtsmahl und ein kleines Präsent zu überbringen.

„Und Zeit für einen kurzen Plausch an der Haustür wird es auch geben“, sagt Sonja Steiger, Dienststellenleiterin beim Diakonischen Werk Schopfheim. Allen Akteuren ist die weihnachtliche Bring-Aktion eine Herzensangelegenheit.

„Ursprünglich wollten wir ein Weihnachtsfest feiern und hatten auch schon alles organisiert. Aber die aktuelle Corona-Situation bringt es mit sich, dass wir auf Weihnachten To go umdisponieren mussten“, erklärt Steiger. Im Organisieren von Weihnachtsfeiern haben die nun als Geschenkboten tätigen Ehrenamtlichen viel Erfahrung. Sie verstehen sich selbst als „eingeschworene Gemeinschaft“. Seit Corona sei natürlich alles anders, bedauern sie. Irmgard Michalek erinnert sich an die erste Bring-Aktion im vergangenen Jahr: „Ich habe erlebt, dass die Menschen schon ganz aufgeregt im Gang standen und auf uns warteten. Und dann die Freude. Das war für beide Seiten einfach schön.“

In diesem Jahr wird jeder besuchten Person ein von der Metzgerei Stich in Fahrnau zubereitetes weihnachtliches Essen gebracht. Dazu gibt es eine Geschenktüte, bestückt mit einem Fünf-Euro-Gutschein vom Gewerbeverein und Süßigkeiten, gespendet vom Schopfheimer Hieber-Markt. Etwas Besonderes hat sich Dorothea Schaupp einfallen lassen: In jeder Tüte steckt eine Weihnachtskarte mit dem Bild einer von ihr selbst gefertigten Krippe, für die sie unterschiedlich große Figuren aus verschiedenen Ländern verwendete. „Auf einer Seite ist ein Foto mit den Krippenfiguren, und auf der Rückseite ein kleiner von mir als Ansprache verfasster Text.“

Sonja Steiger hofft, im nächsten Jahr wieder in der Seniorenwohnanlage Schärers Au in Schopfheim Weihnachten feiern zu können. „In der aktuellen Situation ist es umso wichtiger, dass wir von Tür zu Tür gehen und für die Menschen da sind. Unser Wunsch ist es, Gutes zu tun.“ Und Irmgard Michalek ergänzt: „Ein Ausfall war für uns nie ein Thema.“ Mit der Geschenkaktion soll ein wichtiges Zeichen gesetzt werden: „Sie sind nicht allein“.