„Das Badeverbot wird nicht kommen“ – Bürgermeister Gerd Schönbett klang am vergangenen Mittwoch im Gemeinderat sehr sicher, dass das im Managementplan für das Natura-2000-Gebiet am Belchen vorgeschlagene Bade- und Angelverbot am Nonnenmattweiher nicht umsetzbar ist. Als Hauptgrund nannte Schönbett den „Eigentumsrechtliche Hürden“: Der See ist im Besitz der Gemeinde – folglich liege das Recht, irgendwelche Verbote zu verhängen, ausschließlich im Rathaus in Tegernau.

Das Verbot sei ohnehin ein „Wunsch von Hardcore-Naturschützern“, so der Bürgermeister. Gerd Schönbett unterstrich an dieser Stelle erneut, dass es auch im Sinne der Gemeinde sei, den See und seine Bedeutung für den Naturschutz in seinem aktuellen Status zu erhalten. Daher begrüße die Gemeinde auch, dass nun Untersuchungen zur Gewässergüte laufen, die in absehbarer Zeit belastbare Zahlen bringen werden – auch über einen längeren Zeitraum. Denn das Wasser des Sees werde nach der rund dreimonatigen Badesaison über Herbst und Winter auf natürliche Weise komplett ausgetauscht – es müsse geklärt werden, ob die im Management angenommenen Belastungen durch Badende im Jahr drauf nicht längst wieder kompensiert wären. Überhaupt betonte Schönbett erneut, dass das vor einigen Wochen vorgestellte und häufig kritisierte Papier nur empfehlenden Charakter hat.

Um schon in näherer Zukunft beim Thema Naturschutz rund um den See weiter zu kommen, schlug der Bürgermeister vor, sofort mit der Arbeit an einem Konzept zu beginnen, das die Besucherströme am Nonnenmattweiher in geregeltere Bahnen lenkt. Dabei ist in erster Linie an Parkgebühren auf dem Parkplatz in der Nähe des Sees gedacht. Schönbett will dafür Fördermittel generieren und „externen Sachverstand“ heranziehen.