Der geschmückte Festbaum ist schon aufgestellt, die Prospekte für das Almfest am Samstag sind verteilt und die neuen Pächter der Gisibodenalm legen letzte Hand an, um die Wiedereröffnung der beliebten Berggaststätte oberhalb von Todtnau in Angriff zu nehmen. Seit 2. August haben Diana Zinner, Mirjam Wangler und Bertram Rümmele das Ausflugsziel auf 1168 Metern Höhe gepachtet.

Besonders für Bertram Rümmele ist es ein Herzensanliegen gewesen, die Gisibodenalm zu betreiben. „Ich bin schon als kleiner Bub da oben gewesen“, sagt er mit leuchtenden Augen. Für ihn erfüllt sich also demnächst ein Traum, der mit der Bewerbung bei der Stadt Todtnau als Eigentümerin des Bergasthofs im April begann. Für Rümmele und seine Ehefrau Wangler alleine wäre das Projekt Gisibodenalm zu groß gewesen, aber zu Weihnachten fand das Ehepaar in der gelernten Hotelfachfrau Zinner die geeignete Mitstreiterin: „Das wär doch was...“.

Das Trio konnte bei der Stadt Todtnau punkten, nachdem es in letzter Zeit mit der Almwirtschaft bergab gegangen war. Man freut sich, dass nun Einheimische aus Geschwend und Todtnau das große Anwesen aus dem Jahre 1950 übernehmen. „Auch die Einheimischen freuen sich riesig, dass wir das machen“, hat Rümmele aus vielen Gesprächen erfahren. Sogar tatkräftige Unterstützung ist den neuen Pächtern angeboten worden. „Das Berggasthaus ist doch in den letzten Jahren beinahe boykottiert worden“, verrät Zinner hinter vorgehaltener Hand. In den letzten Wochen haben die Drei die betagte Immobilie ordentlich herausgeputzt. Dem Himmel ein Stück näher sein kann man auf der Gisibodenalm auch über Nacht. Eine Übernachtung mit Frühstück ist bereits ab 30 Euro zu haben, inklusive fantastischem Blick zum Belchen und zum Hasenhornturm. Zu Fuß erreicht man das Ausflugsziel in rund 45 Minuten von der Hasenhornbahn oder in 1,5 Stunden vom Feldberg aus. „Wir wissen nicht, wie der Winter wird, aber wir wollen geführte Schneeschuhtouren anbieten“, verrät Rümmele.

Doch nun geht der Blick zunächst auf die Wiedereröffnungsparty – nach strengen Corona-Regeln. Tests sollen noch vor Ort möglich sein. Die Veranstalter rechnen am Samstag ab 13 Uhr mit 300 bis 500 Besuchern. Ein örtlicher Taxi-Unternehmer wird einen Shuttledienst auf der sieben Kilometer langen Strecke von Geschwend hinauf zur Alm anbieten.